Das Hohenbuschei-Gelände in Brackel ist ein Areal, auf dem in den vergangenen Jahren viele neue Wohnungen entstanden sind. © Hans Blossey
Immobilien-Markt

So stark sind die Preise für Mieten und Eigentum in Dortmund gestiegen

Das Angebot auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt ist knapp. Und das zeigt sich auch bei der Entwicklung der Preise. Sowohl bei Mieten als auch bei Kaufpreisen gibt es ein deutliches Plus.

Wenn das Angebot knapp und die Nachfrage groß ist, steigen – so will es das ungeschriebene Gesetz des Marktes – die Preise. Das ist auch auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt spürbar. Bei Neuvermietung von Wohnungen und vor allem bei Neubauten sind die Kosten deutlich gestiegen. Noch mehr gilt das für alle jene, die Wohnungseigentum erwerben wollen.

Wie der frisch veröffentlichte Wohnungsmarktbericht des städtischen Wohnungsamtes ausweist, ist der durchschnittliche Nettomietpreis – der sogenannte Medianpreis – in Dortmund bei der Wiedervermietung von bestehenden Wohnungen 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 7,52 Euro pro Quadratmeter gestiegen. „Und er wird weiter steigen“, prognostiziert Dortmunds Planungs- und Wohnungsdezernent Ludger Wilde.

Neue Wohnungen für 11,10 Euro

Die mittleren Angebotsmieten für Neubau-Wohnungen stiegen laut dem städtischen Bericht gegenüber 2019 um 1,9 Prozent auf 11,10 Euro pro Quadratmeter. „Das ist ein Wert, von dem wir vor drei Jahren nicht geglaubt hätten, dass wir den in Dortmund erreichen“, stellt Ludger Wilde fest.

Regelrechte Preissprünge gab es bei den Immobilienpreisen für alle, die Wohneigentum erwerben wollen:

  • Neugebaute freistehende Einfamilienhäuser wurden laut Wohnungsmarktbericht 2020 im Mittel für rund 520.000 Euro angeboten – gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 9 Prozent. Die Preise für Bestandsimmobilien in diesem Bereich stiegen sogar um 19 Prozent auf knapp 500.000 Euro.

  • Für neugebauten Doppelhaushälfte stieg der mittlere Preis um 7 Prozent auf rund 360.000 Euro, für Bestandsimmobilien um 16 Prozent auf rund 380.000 Euro. Auffallend ist hier, dass der Bestand teurer ist als der Neubau.

  • Noch deutlicher ist der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen. Bei Neubauten gab es einen Preisanstieg um 8 Prozent auf 3325 Euro im Mittel, bei Bestandswohnungen sogar um 19 Prozent auf 1952 Euro pro Quadratmeter.

Einen Trost gibt es auch Sicht der Stadt immerhin: Die Baulandpreise sind in Dortmund nicht gestiegen, vermeldet Ludger Wilde. Das sei durchaus ein Alleinstellungsmerkmal für Dortmund.

Die Stadt setzt denn auch zur Entspannung des Wohnungs- und Immobilienmarktes auf ein vergleichsweise großes Flächenangebot für Wohnungsneubauten und die steigenden Zahlen bei Baugenehmigungen und -Fertigstellungen. Mittel- bis langfristig seien keine Flächenengpässe zu erwarten, heißt es im Wohnungsmarktbericht.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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