So steht es um den alten Sprungturm im Volksbad am Stadion

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Salti, Schrauben und Hechtsprünge waren im Volksbad lange Zeit an der Tagesordnung. Seit 15 Jahren ist der Sprungturm aber geschlossen. Und das hat mehrere Gründe.

Westfalenhalle

, 05.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor 92 Jahren eröffnete das Volksbad zum ersten Mal seine Türen. Der 10-Meter-Turm war schon damals ein Highlight in dem Freibad. Mittlerweile erinnert der Turm jedoch nur noch an die glorreichen Zeiten des Turmspringens. Seit 2004 ist der Turm nun schon geschlossen. Daran wird sich auch vorerst nichts mehr ändern.

Das Volksbad steht unter Denkmalschutz

Der Grund für die Schließung ist die „Verletzung der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht“, so Michael Dominik. Der ist Geschäftsführer der Sportwelt Dortmund, welche neben dem Volksbad noch weitere Freibäder und Hallenbäder in Dortmund betreibt. Man würde den Sprungturm zwar wieder gern verkehrssicher machen, jedoch sei das nicht zu finanzieren.

„Die Restauration würde 300.000 Euro kosten“, sagt Dominik. Das könne der Betreiber alleine nicht stemmen. Neben den nicht mehr zeitgemäßen Sturzsicherungen und dem veralteten Aufstieg gibt es ein noch größeres Problem: Das Freibad steht unter Denkmalschutz. Deshalb könne man nicht so einfach größere Veränderungen vornehmen.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist also noch nicht absehbar, wann der Turm wieder zum Springen einladen wird. Dominik findet das schade: „Der 10-Meter-Turm samt 16 Meter langem Sprungbecken ist in Dortmund und Nordrhein-Westfalen einmalig.“

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