So viele Kinder bekommen Dortmunder Frauen

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Das Statistische Landesamt hat Zahlen zu den Geburten in NRW veröffentlicht. Dabei zeigt sich ein Trend, der in Dortmund noch etwas ausgeprägter ist als im Rest des Landes.

von Sophie Conrad

Dortmund

, 15.08.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Geburtenrate war in den letzten Jahren hoch. Jetzt verzeichnet sie erstmals einen Rückgang. Auch Dortmund ist davon betroffen.

Die Kinderzahl je Frau ist im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr landesweit weiter gesunken. Eine nordrhein-westfälische Frau zwischen 15 und 49 Jahren bekam im Durchschnitt 1,56 Kinder.

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In Dortmund liegt die Geburtenziffer nur bei einem Wert von 1,53 und liegt damit sogar unter dem Landesdurchschnitt.

Geburtenziffer niedrig im Ruhrgebiet

Laut dem Statistischen Landesamt NRW wurden insgesamt im vergangenen Jahr 170.391 Kinder geboren. In Dortmund wurden davon 5.866 Kinder auf die Welt gebracht. Zum Vergleich: Bochum zählt 3.181 Kinder, Gelsenkirchen 2.672 Neugeborene. Insgesamt ist die Geburtenziffer in allen drei Städten gesunken.

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In NRW haben Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit mit einem Wert von 1,42 nur geringfügig weniger Kinder bekommen als im Vorjahr (-0,03). Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sank die Geburtenziffer stärker, von 2,29 auf 2,21.

Dortmunder Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit bekamen 2019 1,29 Kinder, während Dortmunderinnen mit ausländischer Staatsangehörigkeit 2,27 Kinder zur Welt gebracht haben.

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Die höchste Geburtenziffer in NRW erreicht die Nachbarstadt Hagen mit einem Wert von 1,81. Frauen in Münster bekamen die wenigsten Kinder (1,26 je Frau). Im Vergleich der Bundesländer lag NRW trotzdem noch über dem Bundesdurchschnitt von 1,54 - und Dortmund nur knapp darunter.

Programm „kinderstark“ - NRW schafft Chancen

Der Trend der späteren Familienplanung setzt sich weiter fort. Die finanzielle Lage ist zunehmend einer der Gründe. Jetzt ist ein Programm zur Unterstützung von Familien geplant.

Mit dem Projekt „kinderstark“ sollen Familien in Zukunft in den Kommunen mithilfe von Präventionsarbeit unterstützt werden. Kinder und Jugendliche sollen bessere Bildungs- und Teilhabechancen bekommen und vor Armut besser geschützt werden, wie das NRW Familienministerium mitteilt. Das Projekt richtet sich gezielt an sozial benachteiligte Familien.

Bisher sind Kommunen wie Bochum und Herne an dem Netzwerk beteiligt. Auch Dortmund ist in dem Modell enthalten und soll in Zukunft Teil des Programms werden.

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