Neubau der Reinoldi-Sekundarschule schreitet gut voran - Gesamtschule ein Thema

hzSekundarschule Westerfilde

Die Bauarbeiten an der Reinoldi-Sekundarschule sind schon weit - wie weit, hat sich die CDU nun angesehen. Noch ist nicht klar, mit welcher Schulform die Einrichtung in die Zukunft geht.

von Tobias Weskamp

Westerfilde

, 18.06.2019, 15:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bauarbeiten gehen gut voran: Der neue Rohbau der Reinoldi-Sekundarschule Im Odemsloh steht und ist regendicht. Grund für den Neubau sind veränderte Anforderungen an den Unterricht und der Zustand des in die Jahre gekommenen Hauptgebäudes.

Neubau der Reinoldi-Sekundarschule schreitet gut voran - Gesamtschule ein Thema

Heizungen (rote Schläuche) und Abwasserrohre sind noch zu sehen. © Tobias Weskamp

Das Projekt befindet sich im Terminplan. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2020 vorgesehen. Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten soweit abgeschlossen sein, dass das Gebäude zugänglich ist.

Im Rahmen der ersten Planungsphasen wurden durch das Architekturbüro SSP AG mehrere Bebauungsvarianten herausgearbeitet. Ergebnis: Ein Neubau des Hauptgebäudes ist die wirtschaftlichste Variante. Aber einiges wird weitergenutzt. „Die Fachräume sollen bestehen bleiben“, versichert Ahmet Gönen, stellvertretender Geschäftsleiter der städtischen Immobilienwirtschaft.

Neubau der Reinoldi-Sekundarschule schreitet gut voran - Gesamtschule ein Thema

Die Begehung war für die CDU sehr interessant. © Tobias Weskamp

Das U-förmige Gebäude wird um den Schulhof positioniert, wurde aber abgerückt von der Straße gebaut. Mit den Sporthallen und dem naturwissenschaftlichen Erweiterungsbau bildet das Hauptgebäude nun eine Einheit.

Ortsunion und Ratsvertreter schauen sich Fortschritt der Bauarbeiten an

Auf einem Rundgang durch das Gebäude schaut sich die Mengeder Ortsunion an, was schon alles fertig ist. Viele Bereiche sind es schon; an anderen wird noch gewerkelt. Im Treppenhaus beispielsweise werden die Stufen noch durch Bretter und Stoffe geschützt.

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Das Treppenhaus ist zum Teil noch provisorisch. © Tobias Weskamp

In den zwei Obergeschossen sind 18 Klassenzimmer mit Individual- und Teamräumen vorgesehen. Diese stehen dann etwa 540 Schülern zur Verfügung. Die Flure laufen in der Gebäudemitte auf einen Garten im Innenhof zu. „Die Flure werden auch als Lernräume genutzt“, erklärt Gönen. Dafür sind sie teilweise zu Selbstlernzonen verbreitert. Im Obergeschoss sind eine Bibliothek und eine Dachterrasse vorgesehen.

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Erwin Bartsch, Ahmet Gönen und Martin Schaeffer (v.l.) präsentieren die zukünftige Küche. © Tobias Weskamp

Der Rohbau ist fast fertig

Die Rohbauarbeiten sind bis auf die Vorsatzfassade abgeschlossen. Fenster und Notabdichtung sind eingebaut, das Gebäude ist regendicht. „Die vorgesehene Dämmung sorgt auch dafür, dass die Schule im Sommer nicht überheizt“, so Martin Schaefer, Projektleiter der Immobilienwirtschaft.

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Martin Schaeffer zeigt, wie die einzelnen Wandelemente verbunden werden. © Tobias Weskamp

Die lärmintensiven Bauphasen sollen in Zeiten gelegt werden, in denen keine Prüfungen stattfinden. „Der Schulbetrieb soll so wenig wie möglich gestört werden“, versichert Schaefer. Auch die Anwohner sollen möglichst wenig Lärm aushalten müssen. „Ich wohne in der Nähe. Es war alles okay“, bestätigt CDU-Ratsvertreter Erwin Bartsch.

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Auch für das Wlan wird die entsprechende Verkabelung gelegt. © Tobias Weskamp

Schulform für den fertigen Neubau ist noch nicht sicher

Hier ist schon vieles konkret, bei anderen Planungen ist man noch längst nicht soweit: Es gebe Überlegungen, die Sekundarschule in eine Gesamtschule umzuwandeln, erklärt Bartsch. „Die Anmeldungen für eine Sekundarschule sind rückläufig. „Dafür haben wir im Stadtbezirk keine Gesamtschule.“ Auf den Bau bezogen wäre das kein Problem: Das Gebäude würde auf jede Schulart passen. „Bibliothek, Mensa, Spielbereich - alles würde passen“, bestätigt Schaefer.

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Ein Teil der Schule wird noch abgerissen. © Tobias Weskamp

Die förderfähigen Ausgaben des Neubaus belaufen sich auf rund 11,4 Millionen Euro. Förderfähig sind sie zu 90 Prozent, also rund 10,2 Millionen Euro. Die Abbrucharbeiten und die Außenanlagen sind da nicht mit eingerechnet. „Dann sind es etwa 14 Millionen“, so Gönen.

Die CDU ist zufrieden. „Schön ist es geworden“, so Ortsunionsvorsitzender Michael Batzdorff. Er findet es gut, dass es nicht so nah an der Straße gebaut ist. „Die Projektleitung hat einen tollen Job gemacht und eine moderne Schule geschaffen“, ergänzt Bartsch.

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