So zufrieden sind die Dortmunder mit dem Weihnachtsmarkt

Repräsentative Umfrage

2,3 - ein solides Gut. Mit dieser Note bewerten die Dortmunder im Durchschnitt ihren Weihnachtsmarkt. Das hat eine repräsentative Umfrage des Dortmunder Marktforschungsinstituts Prolytics ergeben, die unserer Redaktion vorliegt. Wir stellen die fünf interessantesten Ergebnisse vor.

DORTMUND

, 15.12.2016, 01:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gut sechs Wochen lang dauert der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr. Der Baum ist das Aushängeschild, sagen die meisten Dortmunder, die insgesamt wenig ändern wollen würden an ihrem Markt.

Gut sechs Wochen lang dauert der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr. Der Baum ist das Aushängeschild, sagen die meisten Dortmunder, die insgesamt wenig ändern wollen würden an ihrem Markt.

1000 Dortmunder Bürger haben für die Studie in den ersten zwei Dezemberwochen fünf Minuten lang Fragen zur Attraktivität des Weihnachtsmarktes beantwortet. Für Prolytics, sagt Franklin Schmitt (kl. Foto), Leiter der qualitativen Marktforschung, sei die Umfrage eine Möglichkeit gewesen, ein neues Online-Prozedere aufzubauen und zu testen. Die Teilnehmer haben die Fragen im Internet beantwortet, zuvor wurden sie telefonisch akquiriert. „Wir haben ein Thema gewählt, das von öffentlichem Interesse ist“, sagt Schmitt.

Wir stellen die fünf interessantesten Ergebnisse vor:

  • Nummer 1: Der Weihnachtsbaum ist das Aushängeschild: Mehr als die Hälfte der Befragten (60,8 Prozent), denkt zuerst an den größten Weihnachtsbaum der Welt, wenn sie spontan etwas mit dem Weihnachtsmarkt assoziiert. Danach folgen Glühwein (24,4 Prozent) und das Angebot an speisen (22,9 Prozent). In einer zweiten Frage wurden mehrere Stichworte zum Weihnachtsmarkt genannt. 82,4 Prozent sind demnach der Meinung, dass der Weihnachtsbaum den Markt auszeichnet. Etwas mehr als die Hälfte sagt, dass die Atmosphäre und das Speisen-Angebot prägnant sind.
  • Nummer 2: Beliebtheit in einer Altersgruppe: Menschen zwischen 40 und 59 Jahren gefällt der Markt besser, als älteren und jüngeren. Bei allen Fragen antwortete diese Altersgruppe positiver. So bewerten sie den Baum etwa mit der Schulnote 1,9, ältere und jüngere mit 2,0 und 2,1. Als Gesamtnote gaben die 40- bis 59-Jährigen für den Markt eine 2,1, der Schnitt ist 2,3. Auch die Atmosphäre werten 33,3 Prozent als positiv, bei den über 60-Jährigen sind es nur 17 Prozent. Kritisch ist die Altersgruppe trotzdem: 41 Prozent bewerten das Gedränge als negativen Aspekt des Marktes, im Schnitt sind es nur 35,6 Prozent.
  • Nummer 3: Das Musikprogramm interessiert junge Menschen nicht: Nur 26,2 Prozent der Befragten verbinden mit dem Weihnachtsmarkt das Musikprogramm. Bei den unter 39-Jährigen sind es noch viel weniger: 12,7 Prozent. In Schulnoten gibt‘s von der jungen Altersgruppe nur eine 3,1 (Schnitt 2,5). Das seien zwei Indikatoren dafür, dass das Musikprogramm bei jungen Menschen nicht ankommt, sagt Franklin Schmitt.
  • Nummer 4: Zwei Drittel der Dortmunder besuchen den Markt mindestens einmal im Jahr: 42 Prozent sind jedes Jahr mehrfach zu Gast auf dem Weihnachtsmarkt, 32,7 Prozent mindestens einmal. Nur 4,7 Prozent sind nie dort. Etwa die Hälfte hält sich mindestens ein bis zwei Stunden dort auf, 35 Prozent sogar länger. Fast 80 Prozent verbinden den Weihnachtsmarktbesuch mit Shoppen oder einem Einkaufsbummel.
  • Nummer 5: Die Dortmunder sind zufrieden: Nur ein Drittel hat Veränderungswünsche und von denen würden nur 19 Prozent die Preise senken wollen, 17 Prozent wünschen sich weniger Essensstände und 15 Prozent mehr Abwechslung an den Ständen. Insgesamt also ist die Zufriedenheit groß.

Prolytics hat seinen Sitz am Westfalendamm 251. Das Unternehmen hat 15 Mitarbeiter in der Projektbearbeitung und 40 Telefonkräfte. Auftraggeber sind etwa DEW21, Wilo und BASF. Die Demografie nach Alter und Geschlecht der 1000 Befragten entspricht der Dortmunder Bevölkerungsstruktur. Wer Interesse hat, sich die gesamte Umfrage anzusehen, kann sich bei Franklin Schmitt melden:  franklin.schmitt@prolytics-mr.de

 

 

 

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