Sogar Kaffee im Fokus

Was haben Dortmund und die Olympischen Sommerspiele gemeinsam? Gäste!

19.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Sogar Kaffee im Fokus

<p>Weiterbildung made in Dortmund: Geng Yan (l.) und Lin Guojun lernen bei Privat-Dozent Dr. Thorsten Böker noch dazu. bö</p>

In diesem Fall kommen sie aus China, zwei Augenärzte von renommierten Kliniken in Qingdao, der Acht-Millionen-Stadt an der Ostküste. Just dort werden im nächsten Jahr die Wassersport-Wettkämpfe der Olympiade stattfinden. Noch also bleibt Zeit für chinesische Ärzte, sich auf westliches Medizin-Niveau fortzubilden, um für den Fall des Falles gewappnet zu sein.

Die sympathische Geng Yan hat schon 20 Jahre Erfahrung in der Augenheilkunde. Die Direktorin der Augenklinik am Central Hospital in Qingdao reiste mit Lin Guojun nach Dortmund, dem netten Kollegen vom Hiser Hospital, ebenfalls in der Olympia-Stadt. Seit fünf Wochen weichen sie Privat-Dozent Dr. Thorsten Böker nicht mehr von der Seite. Der Direktor der Augenklinik am Klinikum Dortmund bringt sie auf den neuesten Stand von Therapien und Operationen z. B. bei krankhaften Veränderungen der Retina (Netzhaut), Glaukom (Grüner Star), der altersbedingten Makuladegeneration und natürlich Katarakt (Grauer Star), einer altersbedingten Erkrankung, an der auch in China immer mehr Menschen leiden. "Wir gehen durch die ganze Klinik", verspricht der Chefarzt.

Insgesamt drei Monate bleibt sein Besuch, fotografiert alles, observiert und assistiert, ist schwer beeindruckt vom technischen Standard in der Augenklinik und glaubt fest daran, bis zum Sommer 2008 an den chinesischen Kliniken deutlich aufgerüstet zu haben. "Die Lebens- und Umweltbedingungen sind hier viel besser als bei uns", schwärmt Lin Guojun von Dortmund. Er ist längst auf den Geschmack gekommen: Auf den nach kräftigem Kaffee! Deutsches Bier kann er schließlich auch in seiner Heimat trinken, in der seit vergangener deutscher Kolonialzeit Gerstensaft nach dem Reinheitsgebot gebraut wird. bö

Chefarzt Böker gehört einer internationalen Vereinigung von Augenärzten an, die weltweit Kurse gibt. So reiste er selbst im letzten Jahr u. a. nach Qingdao.

Lesen Sie jetzt