Sohn der Geisel nicht zu erreichen

Mutter und Sohn des Dortmunders Mazin K. weiter im Irak / Keine Auskünfte

29.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Wie geht es den Verwandten des Dortmunders Mazin K., die vor über drei Monaten im Irak entführt worden sind? Eine Frage, die angesichts der aktuellen Entführung von drei deutschen Experten in Bagdad gestern mehrfach an das Auswärtige Amt gestellt worden ist. «Der Krisenstab beschäftigt sich weiterhin ausführlich mit diesem Fall», sagte ein Sprecher. Das war auch schon alles, was der Mitarbeiter des auswärtigen Amtes sagen wollte. «Bitte haben sie Verständnis dafür, dass wir uns zu Einzelheiten derzeit nicht äußern können.» Auch Mazin K., der in einem Mehrfamilienhaus (Foto, oberes Fenster) im Dortmunder Westen wohnt, war gestern abermals nicht zu erreichen. Im April hatte ihn seine Mutter Hannelore K. (61), die zusammen mit seinem Bruder Sinan (20) verschleppt worden war, in einem dramatischen Videofilm aufgefordert, «uns in irgendeiner Weise zu helfen». Mazin K. verschwand Hals über Kopf, inzwischen taucht er von Zeit zu Zeit in seiner Wohnung auf. «Wo er war, hat er nicht gesagt. Wenn man ihn nach seiner Mutter fragt, erklärt er immer, er dürfe nichts sagen», berichtet eine Nachbarin. weg

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