Solaranlagen von Gewerbeverbot ausgenommen

CDU erreicht Änderung für «Kahle Hege»

30.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Asseln Die CDU-Fraktion in der Bezirksfraktion Brackel hat bei der Beratung des Asselner Bebauungsplans Kahle Hege für Wohnbebauung Widersprüche innerhalb der Ausführungen entdeckt und Änderungen gefordert - und bekommen! Die Verwaltung hat bei den Bedingungen und Zulässigkeiten im Bebauungsplan ausgeschlossen, dass dort «nicht störendes Gewerbe» erlaubt wird. Somit soll ein sehr ruhiges Wohngebiet gesichert werden. Dies kann die CDU nicht ganz verstehen, da so Gewerbetreibenden die Chance im wahrsten Sinne des Wortes verbaut werde, Wohnen und Arbeiten in einem Haus zu ermöglichen - gleichzeitig werde dieses aber Selbständigen im gleichen Bereich erlaubt. Ein anderer Widerspruch in den Plänen sei jedoch um so gravierender, denn dieses Gewerbeverbot habe viel weitreichendere Folgen beim Betrieb von Solaranlagen (Photovoltaik). Die Stadt habe extra ein spezielles Gutachten in Auftrag gegeben, das für jede geplante Wohneinheit ermittelt, wie die beste solare Effizienz erzielt werden kann. Es ist Auflage für die Bauherren, die regenerativen Energieträger zu berücksichtigen. CDU-Fraktionssprecher Christian Barrenbrügge (Foto): «Jeder Bauwillige wird bei Errichtung einer Solaranlage die finanziellen und steuerlichen Vorteile nutzen wollen und ist darauf angewiesen, sein Solarkraftwerk als «Gewerbe» zu melden. Verbietet die Stadt «nicht störendes Gewerbe», so konterkariert sie selbst die Forderung nach Solaranlagen!» Dieser Fauxpas sei dem Dezernenten Ullrich Sierau und den Stadtplanern nicht aufgefallen. «Die Dortmunder Planungsverwaltung und der Stadtdirektor hätten es wissen können. Es ist nur gut, wenn CDU-Mandatsträger aufmerksam ihre Vorlagen lesen. Auch ist jetzt Rechtsklarheit hergestellt, da nachträglich die Solaranlagen durch den Hinweis der CDU ausdrücklich bei der Gewerbeverbotsregelung im Bebauungsplan ausgenommen sind. Die Stadt ist vor Klagen sicher, so dass viel Geld durch vermiedene Rechtsstreitigkeiten eingespart worden ist», so Barrenbrügge.

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