Im Impfzentrum in der Warsteiner Music Hall auf Phoenix-West können sich Menschen aus der Altersgruppe über 60 impfen lassen. © Björn Althoff (Archivbild)
Astrazeneca

„Sonder-Impfaktion“ in Dortmund: Über die Hälfte der Termine ist schon weg

In einer „Sonder-Impfaktion“ können sich Menschen über 60 aktuell in Dortmund gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Gesundheitsdezernentin erklärt, woher der Impfstoff kommt und wie die Aktion anläuft.

Die Meldung kam zum Beginn der Woche überraschend: Menschen aus der Personengruppe 60 plus können außerhalb der eigentlichen Priorisierung Termine im Impfzentrum Phoenix-West buchen.

Die Kurzfristigkeit und die Tatsache, dass ausschließlich Astra Zeneca verabreicht wird, hat die Menschen offensichtlich nicht davon abgehalten, das Angebot anzunehmen.

Insgesamt 5500 Impfdosen stehen nach Angaben der Stadt Dortmund zur Verfügung. Am Dienstagmittag (Stand 13 Uhr) waren bereits 60 Prozent der verfügbaren Termine vergeben. Bereits am Montag hatte das städtische Gesundheitsamt mitgeteilt: „Sobald die verfügbaren Termine verbucht sind, wird das Impfangebot für diese Personengruppe wieder eingestellt.“

Termine können weiterhin über die Homepage nrw-impft.de oder über telefonisch unter (0800) 5 88 96 26 vereinbart werden.

Woher kommen die zusätzlichen Impfdosen?

Dortmunds Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner sprach am Dienstag nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands von einer „Sonder-Impfaktion, damit wir die Dosen verimpft bekommen“.

Die Impfdosen entstammen zum Teil aus der Lieferung des Landes zu Ostern, weiteren Kontingenten, die noch beim Land abgerufen werden konnten, sowie aus den Beständen, die das Land eigentlich für Zweitimpfungen vorgesehen hatte.

Zudem sei unter anderem aus Krankenhäusern Astrazeneca an das Impfzentrum zurückgegangen, da hier das Personal mittlerweile mit einem anderen Mittel vor einer Corona-Infektion geschützt werden soll.

Die „Impftermin-Treue“ ist hoch

Laut Birgit Zoerner ist in der angesprochenen Personengruppe die „Impftermin-Treue“ hoch. „Wir hatten eine No-Show-Quote von 4 Prozent. Das ist äußerst gering“, sagte Zoerner am Dienstag.

Ende März hatte die Bundesregierung entschieden, nach einer Häufung von gefährlichen Nebenwirkung den Astrazeneca-Impfstoff nur bei Menschen über 60 uneingeschränkt zu empfehlen.

Dieser Strategiewechsel hatte bereits kurz vor Ostern dazu geführt, dass sich Tausende Menschen Ü60 in Dortmund außerhalb der eigentlich geplanten Reihenfolge impfen lassen konnten.

Parallel dazu geht die Kampagne Jahrgang für Jahrgang weiter. Ab Freitag (23.4.) können die Jahrgänge 1950 und 1951 Termine buchen.

In Dortmund haben bisher (Stand: Montag, 19.4.) rund 106.000 Personen eine Erstimpfung erhalten, das entspricht einer Quote von 18 Prozent. Vollständigen Impfschutz mit zwei Dosen haben rund 28.000 Menschen.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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