Spätes Geständnis: Mädchen missbraucht

DORTMUND Sechs Jahre lang hat sich ein Elektriker aus Lütgendortmund abwechselnd an drei Mädchen (heute 10, 11 und 14 Jahre) sexuell vergangen. Am Donnerstag wurde der 56-Jährige von der 31. Strafkammer des Landgerichts zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

17.01.2008, 18:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach Rücksprache mit seinem Verteidiger Axel von Irmer siegte am Ende die Einsicht: Nachdem der Lütgendortmunder anfangs stets von einer gemeinen Intrige gesprochen und die erhobenen Vorwürfe beharrlich geleugnet hatte, legte er nun doch noch ein Geständnis ab.

Der 56-Jährige räumte ein, zwischen Februar 2001 und April 2007 die beiden Töchter seiner jetzigen Frau und auch seine eigene Enkelin zum Teil schwer sexuell missbraucht zu haben. Die Tochter seiner eigenen Tochter war zum Zeitpunkt der Übergriffe gerade einmal fünf Jahre alt. Passiert sind die Übergriffe in Kinderzimmer, Keller und Waschraum der eigenen Wohnung. Immer wieder mussten sich die Mädchen dort sogar in eindeutig pornographischen Posen zeigen, während der Angeklagte mit seiner Kamera Fotos von ihnen schoss.

Erst als sich Mitte vergangenen Jahres zwei der Mädchen ihrer älteren Schwester anvertrauten, kamen die Taten des 56-Jährigen ans Tageslicht. Die Polizei begann, gegen den Mann zu ermitteln und untersuchte daraufhin auch dessen Computer. Denn darauf fand sich später das eindeutig pornographische Fotomaterial. Zwar hatte der Angeklagte in der Ahnung, dass man ihm bereits auf der Spur war, die Fotos zunächst gelöscht, der Polizei gelang es jedoch, die gelöschten Dateien wiederherzustellen.

Was er sich bei den Fotos gedacht habe? „Das Besitzen und Machen der Fotos war für mich sexuell erregend“, sagte der Mann den Richtern. Über das Internet verbreitet haben will er die Aufnahmen allerdings nicht. Die missbrauchten Mädchen leben inzwischen nicht mehr in dem Haushalt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt