Masken, Seife, Wasserbehälter: 5000 Euro Corona-Hilfe für Guinea

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Die Sparkasse Dortmund hat 5000 Euro für die Corona-Hilfe in Dabola im westafrikanischen Guinea gespendet. Zwei Männer von den Dortmunder Löwen haben das eingestielt.

Brackel

, 21.06.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hilfe für Dabola, eine Stadt im westafrikanischen Guinea, kommt jetzt aus Brackel. Hans-Walter von Oppenkowski, der bei den Dortmunder Löwen (Sportfreunde Brackel 61) das Projekt „Anpfiff zur Vielfalt und Integration“ ins Leben gerufen hat, engagiert sich für die Projektpartnerschaft, die Dortmund mit Dabola eingegangen ist. Unterstützung erhält er dabei von Bobo Barry, der in Guinea geboren worden ist und heute für die Grünen in der Bezirksvertretung Scharnhorst sitzt.

Bei dieser Projektpartnerschaft geht es zwar in erster Linie um Fragen der Abfallentsorgung, Hans-Walter von Oppenkowski und Bobo Barry ist es jedoch gelungen, eine 5000-Euro-Spende von der Sparkasse Dortmund zu erhalten, die für Artikel verwendet werden soll, die im Zusammenhang mit der Corona-Krise gebraucht werden: Masken, Seife und Desinfektionsmittel.

20 Stunden unterwegs mit dem Klein-Lkw

Das Material nach Dabola zu bringen, sei beinahe ein Abenteuer gewesen, sagt von Oppenkowski. Weil vor Ort nicht das gewünschte Material in den benötigten Mengen zu kaufen ist, musste ein Verbindungsmann mit einem Klein-Lkw zunächst in die Hauptstadt von Guinea, Conakry, reisen – die Fahrt dorthin dauert neuneinhalb Stunden. Also saß dieser Mann für die Aktion fast 20 Stunden im Auto. Und wegen der geltenden Corona-Reisebedingungen in Guinea brauchte er für die Fahrt eine Sondergenehmigung vom Bürgermeister.

Auch bedurfte es eines Schreibens von Hans-Walter von Oppenkowski, das die Glaubwürdigkeit und Rechtmäßigkeit der Spende unterstrich. Erst dann konnte das Geld zur Bank nach Guinea überwiesen werden. Das Schreiben wurde akzeptiert. „Mir fiel ein Stein vom Herzen“, sagt von Oppenkowski.

Aus diesen Eimern zapfen die Kinder in Dabola das Wasser zum Desinfizieren der Hände.

Aus diesen Eimern zapfen die Kinder in Dabola das Wasser zum Desinfizieren der Hände. © privat

„Das Problem in Dabola ist“, so berichtet Bobo Barry, der seit 2004 in Deutschland lebt, „dass es vor Ort kein fließendes Wasser gibt.“ Um sich die Hände regelmäßig waschen und desinfizieren zu können, braucht es also große Behälter, die unten mit einem Hahn versehen sind.

Auch die werden von dem Geld angeschafft und sollen an den 42 Schulen der Stadt aufgestellt werden. Der Bürgermeister von Dabola habe sich inzwischen überschwänglich für diese Hilfe bedankt, sagt Bobo Barry.

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Hans-Walter von Oppenkowski und Bobo Barry haben sich kennengelernt, weil Barry seine beiden Söhne (9 und 6 Jahre alt) bei den Dortmunder Löwen zum Kicken angemeldet hat. Und da hat von Oppenkowski Barry gleich gefragt, ob er nicht als IT-Lehrer im Bereich Berufsorientierung des Projekts „Anpfiff und Vielfalt zur Integration“ tätig werden wolle. Barry konnte nicht „Nein“ sagen.

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