Sparkassen-Kunden mussten tagelang auf ihr Geld warten

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Zahlreiche Dortmunder Sparkassen-Kunden warteten in den vergangenen Tagen vergeblich auf Überweisungen wie Kindergeld oder Gehalt. Wer einen Schaden erlitt, muss das Geld aber nicht abschreiben.

Dortmund

, 13.12.2019, 04:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

So mancher Sparkassenkunde wartete in den vergangenen Tagen vergeblich auf sein Geld:

Eine technische Störung bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), über die auch die Dortmunder Sparkasse einen Teil ihres Zahlungsverkehrs abwickelt, sorgte dafür, dass Überweisungen und Lastschriften nicht verbucht werden konnten.

„Davon betroffen waren unter anderem Kindergeldzahlungen von der Familienkasse“, sagt Markus Pinnau, Sprecher der Sparkasse Dortmund, „und es mussten auch einige Kunden auf ihr Gehalt warten.“ Erst am Donnerstag (12.12.), eine Woche nach der Störung, konnten die letzten ausstehenden Transaktionen abgearbeitet werden.

Defekt an zentraler Komponente

Der Fehler trat bereits am Donnerstag. 5. Dezember, bei der Helaba auf, die auch für die Sparkasse Dortmund als eine der Verrechnungsstellen fungiert. Ein Defekt an einer zentralen Komponente legte Teile des Zahlungsverkehrs lahm. Das galt vor allem für Transfers von Konten der Sparkasse zu anderen Banken. Ein Cyberangriff könne aber ausgeschlossen werden, teilte die Helaba mit.

Zwar konnte die Störung schon einen Tag nach ihrem Auftreten behoben werden - doch das Problem der geplatzten Zahlungen war damit noch nicht gelöst: Nun galt es, eben diese sukzessive abzuarbeiten.

Beschwerden von Kunden

Wenngleich der Großteil der offenen Transaktionen in den Tagen nach dem Defekt bearbeitet werden konnte, erwies sich das Unterfangen doch als umfangreicher, als zunächst geplant. Letztlich dauerte es eine Woche lang, bis auch die letzten ausstehenden Gelder bei ihren Empfängern eingetroffen waren.

Wie viele Dortmunder von der Störung betroffen waren, vermag der Sparkassen-Sprecher nicht zu sagen. Er weiß indes, „dass es auch Beschwerden von Kunden gegeben hat“. Kaum verwunderlich, da die meisten Arbeitnehmer sich gerade in der Vorweihnachtszeit freuen dürften, wenn das dringend benötigte Gehalt endlich auf dem Konto eingetrudelt ist.

Schäden werden ersetzt

Der Ärger wäre aber wohl umso größer gewesen, hätte sich der Vorfall am Monatsende oder -anfang ereignet, wenn der Großteil der Löhne überwiesen wird.

Wer aufgrund des Ausfalls einen finanziellen Schaden erlitt, muss sich nicht grämen: Gegen einen entsprechenden Nachweis, so die Helaba, werde dieser Schaden ersetzt. Betroffene Kunden sollten sich dafür direkt an ihre Sparkasse wenden.

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