Endlich wieder draußen klettern: Kleine Dortmunder stürmen Spielplätze

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Die Spielplätze in Dortmund dürfen wieder benutzt werden. Viele Familien genossen am Donnerstag die wiedererlangte Schaukel- und Kletter-Freiheit. Doch der riesige Ansturm blieb aus.

Dortmund

, 07.05.2020, 18:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für viele Familie ist es der ersehnte Lichtblick nach Wochen der Improvisation. Seit Donnerstag (7.5.) sind in Dortmund die Spielplätze wieder geöffnet. Insgesamt darf auf allen 342 städtischen Spielplätzen nun wieder geklettert, gerutscht und geschaukelt werden. Die Erleichterung bei den Kindern, aber vor allem auch den Eltern ist groß. Das zeigt ein Blick in den Westpark.

Strahlend blauer Himmel und sommerliche Temperaturen lockten am Donnerstag (7.5.) zahlreiche Dortmunder in die grüne Lunge von Kreuz-, Klinik- und Unionviertel. Doch nicht nur auf den grünen Wiesen war Betrieb, sondern auch auf den beiden Spielplätzen, die in den vergangenen Wochen noch völlig verwaist daher kamen.

„Nur noch einmal schlafen“

„Die Kinder haben sich sehr auf diesen Tag gefreut“, erklärt Julia Scharnowski, die mit ihren Kindern extra zur Mittagszeit in den Westpark gekommen ist. „Ich dachte, dass es Richtung Nachmittag bestimmt voller wird. Und jetzt haben die Kinder noch ordentlich Platz zum Spielen“, betont Scharnowski.

Spielplatz geöffnet im Dortmunder Westpark.

Weil der riesige Ansturm auf den Spielplatz zunächst ausblieb, hatten Pepe (links) und sein Bruder Mads auf dem Klettergerüst freie Bahn. © Marius Paul

Für ihren Sohn Mads ist die Wiedereröffnung eine willkommene Abwechslung, denn: „Jetzt müssen wir endlich nicht mehr nur in unserem Garten spielen.“ Und die Vorfreude war augenscheinlich riesig, wie Julia Scharnowski unterstreicht. „Die Kinder haben gestern schon gesagt, dass sie es kaum abwarten können und nur noch einmal schlafen müssen.“

Gartenlaube kann den Spielplatz nicht ersetzen

Umso erstaunlicher sei gewesen, dass sowohl die Schaukeln als auch das Klettergerüst und die Rutsche anfangs links liegen gelassen wurden. „Wir haben dann doch tatsächlich erst einmal gepicknickt und das Wetter genossen“, so Scharnowski, die die vergangene Zeit mit ihren Kindern zumindest in der eigenen kleinen Gartenlaube verbringen konnte.

„Es ist aber schon gut, dass die Kinder dann jetzt auch wieder auf den Spielplatz können und sich nicht mehr nur im eigenen Garten aufhalten müssen.“

Auch am Nachmittag kein riesiger Ansturm

Der übermäßige Ansturm auf die Spielplätze im Westpark blieb allerdings auch am Nachmittag weitestgehend aus. Dennoch wurden die beiden Spielplätze im Westpark gegen 16 Uhr schon von deutlich mehr Kindern in Beschlag genommen als noch in den Mittagsstunden. Mit dabei: die zwei- und fünfjährigen Kinder von Sebastian Blumberg.

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„Die Wiedereröffnung der Spielplätze ist schon eine große Erleichterung. Ich weiß auch noch nicht, ob ich die Kinder vor dem Abendessen überhaupt wieder vom Spielplatz herunter bekomme“, erklärt der Familienvater.

„Die Eisdiele hatte dieses Mal keine Chance“

Und auch fast vergessen geglaubte Probleme kehren an diesem Tag zurück, denn während die Kinder auf den Spielgeräten herumtollen, darf Papa Blumberg die Socken des Nachwuchses vom überschüssigen Sand befreien. Doch dies scheint er an diesem Tag gerne in Kauf zu nehmen.

Wie groß die Vorfreude auf den Spielplatz wirklich war, wird offensichtlich, wenn sogar der Besuch bei der Eisdiele dran glauben muss. „Ich habe vorher gefragt, ob wir ein Eis essen wollen, oder auf den Spielplatz. Da hatte die Eisdiele diesmal keine Chance“, erklärt Blumberg.

Auch für Jessika und Christian Sander ist die Wiedereröffnung der Spielplätze ein glücklicher Umstand. „Wir haben den ersten Tag direkt ausgenutzt. Es ist einfach auch schwer den Kindern zu erklären, weshalb die Spielplätze für eine so lange Zeit geschlossen bleiben“, sagt Jessika Sander.

Auch aus diesem Grund sei es absolut hilfreich, dass die Zeit der geschlossenen und abgesperrten Spielplätze nun ein Ende habe.

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