Sprechen mit Maske: Psychologin der TU Dortmund gibt fünf Tipps

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Das Tragen der Mund-Nasen-Maske ist an vielen Stellen Pflicht – obwohl es die Kommunikation erschwert. Eine Psychologin der TU gibt Tipps, wie das Sprechen mit Maske leichter wird.

Dortmund

, 08.11.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den vergangenen acht Monaten hat sich die Mund-Nasen-Maske zum festen Alltagsgegenstand entwickelt - und wird dies wohl auch noch bleiben. Das Sprechen miteinander bleibt aber anstrengend.

Worauf man achten kann, um die Unterhaltung zu erleichtern, erklärt Alexandra Begau, Doktorandin am Institut für Arbeitsforschung der TU Dortmund (IfADo).

Sprachverständnis vor allem für Ältere schwer

Am IfADo beschäftigt sich die Doktorandin mit der Frage, wie Sprache in einer komplexen Situation verarbeitet wird, zum Beispiel wenn mehrere Menschen gleichzeitig sprechen. Hierbei kam heraus, dass die Rolle von visueller Sprachinformation, also die Sicht auf die Lippenbewegung zum Beispiel, stark zum Sprachverständnis beiträgt. Besonders für ältere Menschen sei die zusätzliche Lippenbewegung hilfreich.

In dem Sprachlabor untersucht Alexandra Begau wie sich das Sprachverständnis von jungen und alten Menschen unterscheidet und welche Bedeutung die Lippenbewegung hat.

In dem Sprachlabor untersucht Alexandra Begau wie sich das Sprachverständnis von jungen und alten Menschen unterscheidet und welche Bedeutung die Lippenbewegung hat. © Sophie Conrad

Da durch die Maske nun nicht nur die Sprache undeutlicher wird, sondern ebenfalls die Lippenbewegung nicht mehr zu sehen ist, ist das Sprachverständnis für Ältere eine besonders große Herausforderung, erklärt Alexandra Begau. „Ich kann mir vorstellen, dass es besonders für ältere Menschen frustrierend ist.“

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„Es gibt bisher keine befriedigende Lösung“

Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, seien die sogenannten „Face-Shields“ - allerdings seien diese aus virologischer Sicht vielleicht fragwürdig, meint Begau. „Eine befriedigende Lösung gibt es bisher noch nicht.“ Daher rät die Wissenschaftlerin, das Sprechen im Alltag so einfach wie möglich zu machen und gibt folgende Tipps:

  • „Die Person anschauen, mit der man spricht.“
    Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, solle man am Besten dem Gesprächspartner ins Gesicht schauen.
  • „Störende Geräuschkulissen, wenn möglich, meiden.“
    Nicht immer kann man verhindern, dass laute Geräusche in der Umgebung vermieden werden. Leisere Umgebungen aufzusuchen, sei aber definitiv von Vorteil.
  • „Sich Zeit lassen beim Sprechen und nicht ablenken lassen.“
    Während des Gesprächs, solle man sich nicht von anderen Dingen ablenken lassen, zum Beispiel indem man in der Tasche kramt.
  • „Nicht munter drauf los reden, sondern warten bis der Gesprächspartner die Aufmerksamkeit auf einen richtet.“
    Gerade im Supermarkt an der Käse-Theke reden gerne viele Leute drauf los. Hier am Besten warten, bis sich der Verkäufer an Sie wendet.
  • „Gestik benutzen.“
    Um etwas zu erklären, kann es hilfreich sein, öfter zu gestikulieren. Zum Beispiel, indem man auf etwas zeige.
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