Stadt denkt über Behelfskrankenhaus für die Behandlung von Corona-Kranken nach

Coronavirus

Die Stadt Dortmund geht von weiter steigenden Corona-Fällen aus und will vorsorglich die Kapazitäten in Krankenhäusern ausbauen. Auch ein provisorisches Krankenhaus ist denkbar.

Dortmund

, 25.03.2020, 05:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Klinikum Nord am Fredenbaum ist eines der Zentren für die Behandlung von Corona-Erkrankten.

Das Klinikum Nord am Fredenbaum ist eines der Zentren für die Behandlung von Corona-Erkrankten. © Oskar Neubauer

Der Mangel an Intensivbetten und Beatmungsmöglichkeiten für Corona-Erkrankte hat vor allem in Italien zu vielen Todesfällen geführt. In Dortmund denkt man deshalb darüber nach, die Behandlungskapazitäten frühzeitig auszubauen.

Mit den Trägern der Krankenhäuser habe man sich dazu auf ein Konzept verständigt, erklärte der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, Dr. Frank Renken, am Dienstag.

Das städtische Klinikum Nord und das Knappschaftskrankenhaus in Brackel wurden dabei als Schwerpunktkrankenhäuser für die Behandlung von Corona-Erkrankten ausgewählt. Als drittes Schwerpunktkrankenhaus könnte bei Bedarf das Johannes-Hospital dazukommen.

Ausbau von Beatmungsplätzen

In den drei Häusern stünden zusammen 760 Betten und 100 Beatmungsplätze zur Verfügung. Es seien aber noch weitere Beatmungsgeräte beantragt worden. Am Ende könnte man so eine Kapazität von 200 Beatmungsplätzen aufbauen.

Sollte die Welle der Corona-Erkrankungen weiter wachsen, ist sogar der Aufbau eines Behelfskrankenhauses möglich. Die Feuerwehr habe den Auftrag, die Möglichkeiten dafür zu prüfen, sagte Renken. Dazu gehört zunächst die Auswahl eines Ortes. Infrage kämen sowohl Messe- oder Sporthallen als auch große Schulen.

Über die Raumfrage hinaus müsse man viele Dinge klären - von Sanitäranlagen über die Versorgung bis zur personellen und materiellen Ausstattung.

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