Stadt Dortmund hat ein eigenes Mailfach für „Corona-Petzen“

hzVerstöße gegen Corona-Regeln

Zu viele Partygäste, Missachtung der Maskenpflicht und der Abstandsregel – täglich schreitet die Stadt Dortmund gegen Corona-Verstöße ein und kann dabei auf die Mithilfe von Bürgern setzen.

Dortmund

, 13.10.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer sich in der Corona-Krise nicht an Regeln hält, gefährdet andere und wird deshalb mit einem Bußgeld bestraft – sofern man erwischt oder des Regelverstoßes überführt wird.

Seit Beginn der Pandemie bis zum Stichtag 31. Juli hat es in Dortmund im Zusammenhang mit der Corona-Schutzverordnung 2406 Bußgeldbescheide gegeben.

Mit den Lockerungen ging auch die Zahl der Anzeigen zurück. „Seit dem 1. August wurden genau 400 Bußgeldbescheide wegen ,Corona-Verstößen‘ erlassen“, teilte Stadtsprecher Christian Schön auf Anfrage mit.

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Die Corona-Verstöße seien ganz unterschiedlicher Art: Sie reichten von der zu hohen Personenzahl bei privaten Feiern bis zu den „klassischen Verstößen“ gegen die Corona-Schutzverordnung wie zum Beispiel das Nicht-Tragen des Mund-Nasen-Schutzes.

Bußgelder bis zu 5000 Euro

Die Höhe der festgesetzten Bußgelder bewege sich zwischen 50 Euro für eine fehlende Mund-Nasen-Bedeckung und 5000 Euro für unerlaubtes Feiern, so der Stadtsprecher. Statistisch werde die Höhe der verhängten Bußgelder aber nicht erfasst. Deshalb könne die Stadt zur Summe der Bußgelder keine Angaben machen.

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Die meisten Dortmunder halten sich an die Corona-Verordnungen. Diejenigen, die glauben, die Regeln würden für sie nicht gelten, werden angezeigt, sofern ihr Verstoß auffällt.

Weil aber Polizei und Ordnungsamt nicht überall kontrollieren können, setzt die Stadt Essen zum Beispiel auf ein Online-Formular, mit dem Bürger Verstöße melden können – mit der Angabe von Ort, Datum, Uhrzeit und Art des Verstoßes, einschließlich Beweisfotos, falls vorhanden. Ziel ist, die Pandemie mithilfe von „Petzen“ auszubremsen und die Gesundheit der Bürger zu schützen.

Ordnungsamt geht jedem Hinweis nach

Ein Online-Formular wie in Essen sei in Dortmund momentan nicht geplant, sagt Stadtsprecher Schön, doch „etwas Ähnliches gibt es bereits“. Schon vor einigen Wochen habe man im Ordnungsamt ein sogenanntes Funktions-Postfach dafür eingerichtet. Unter der Mail-Adresse Corona.Dortmund@stadtdo.de könnten Bürger neben Anregungen auch Beschwerden loswerden.

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Täglich gingen über diesen Weg und weitere Kontaktmöglichkeiten neue Hinweise bei der Stadt ein. Schön: „Jedem davon geht das Ordnungsamt nach.“ Genaue Zahlen, wie viele Anzeigen von Bürgern kommen, konnte Schön aber nicht nennen, „denn eine Statistik dazu wird nicht geführt“.

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