Stadt Dortmund muss 26 Millionen Euro in Kitas stecken

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Die Stadt muss nicht nur für reichlich neue Kitas sorgen, um den Betreuungsbedarf zu decken, sondern auch kräftig in bestehende Kitas investieren. Weitere Baustellen sind schon in Sicht.

Dortmund

, 02.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Stadt hat sich vorgenommen, ihren Immobilienbestand grundsätzlich unter die Lupe zu nehmen – von Schulen über Kitas bis zu Bürogebäuden. So soll frühzeitig ermittelt werden, wo, wann und wie viel investiert werden muss.

Der Anfang wurde vor zwei Jahren mit der Begutachtung von 24 der insgesamt 199 städtischen Schulgebäude gemacht. Dabei wurde allein für diese zwei Dutzend Gebäude ein Investitionsbedarf von 26,4 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre ermittelt. Die Umsetzung läuft zum Teil schon und wird erleichtert durch die aktuellen Förderprogramme von Land und Bund für Schulinvestitionen.

In einer zweiten Welle wurden nun, auch mit Hilfe eines externen Ingenieurbüros, alle 165 städtischen Kita-Gebäude untersucht. Insgesamt wurde der Zustand demnach durchaus als gut beurteilt, freut sich Siegfried Flenner von der städtischen Immobilienwirtschaft.

Sortiert nach Prioritäten

Gleichwohl wurde, insbesondere bei älteren Gebäuden, auch Sanierungsbedarf ermittelt. Er summiert sich für Maßnahmen mit hoher Priorität, die innerhalb der nächsten zwei Jahre angegangen werden sollen, auf rund 6,9 Millionen Euro, für die mittlere Prioritätsstufe auf rund 18,8 Millionen Euro. Das bedeutet, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre ebenfalls rund 26 Millionen Euro in die bestehenden städtischen Kitas investiert werden muss.

Je nach Kita fällt der Sanierungsbedarf sehr unterschiedlich aus. In der neu zusammengestellten Datenbank wurde jedes Bauteil erfasst, von der Außentür bis zu den Jalousien, erklärt Flenner. Insgesamt entstanden so fast 31.000 Datensätze.

Bei einigen Kitas gibt es auf Basis dieser Bewertung so nur einen Investitionsbedarf von wenigen Tausend Euro, in anderen geht es in Richtung Grundsanierung.

Zweite Runde bei Schulen

Mit an der Spitze steht die Kita an der Baedekerstraße in Wickede. Hier müssen nach der ersten Schätzung in den nächsten zwei Jahren rund 345.000 Euro investiert werden, über den Zeitraum von fünf Jahren dann weitere 239.000. Der Erneuerungsbedarf reicht hier von der Fassade über die Heizungs- und Lüftungstechnik bis zu den Sanitäranlagen, erläutert Flenner.

Der aktuelle Bericht der Immobilienwirtschaft zum Zustand der städtischen Kitas wird jetzt in den politischen Gremien beraten.

Die nächste Zustandsbeschreibung ist bereits in Arbeit. Aktuell werden weitere 79 Schulgebäude untersucht. Die Bewertung soll im Herbst vorliegen. Danach folgen die Gebäude für Feuerwehr und Rettungsdienste sowie die Bürogebäude.

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