Stadt Dortmund will neue Sozialprojekte in Dorstfeld und Bövinghausen/Westrich anstoßen

Sozialbericht

Vor über zehn Jahren hat die Stadt den „Aktionsplan Soziale Stadt Dortmund“ angestoßen. Nun würdigt sie Bürgerengagement und zieht Bilanz. In zwei Stadtteilen sollen neue Aktionen entstehen.

Dortmund

, 10.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Stadt Dortmund will neue Sozialprojekte in Dorstfeld und Bövinghausen/Westrich anstoßen

Auch für Westrich (Foto) und Bövinghausen soll demnächst der Aktionsplan „Soziale Stadt“ greifen. © Stephan Schuetze

Vor über zehn Jahren – 2008 – startete die Stadt Dortmund ihren „Aktionsplan Soziale Stadt Dortmund“. Ziel war es, in den Stadtquartieren, in denen die soziale Lage unterdurchschnittlich war, mit konkreten Projekten vor Ort zu helfen. Dazu setzt der Aktionsplan auf die Ideen und Mitwirkung von Bürgern. Zum zehnjährigen Bestehen des Plans hat die Stadt nun Erfolge analysiert und eine Broschüre vorgestellt.

Fast 200 Projektideen seien in den zehn Jahren entstanden, so teilt die Stadt mit. Von den Beteiligten werde der Aktionsplan als Erfolg gesehen. „Das zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagt Sozialdezernentin Birgit Zoerner. Man wolle die Hilfe vor Ort jedoch weiter verbessern. Die Grundlage dafür soll der neu vorgestellte „Bericht zur sozialen Lage“ liefern.

Alte und Neue Aktionsräume

Grundsätzlich zeige die Analyse: Dort wo die Quote der Empfänger von Transferleistungen (z.B. Sozialhilfe) bereits bei der ersten Analyse im Jahr 2007 hoch war, ist sie auch aktuell hoch. Kinder unter 15 Jahren und ältere Menschen erhalten zudem häufiger Transferleistungen.

In Alt-Scharnhorst und Wickede sei die Situation aktuell so stabil, dass dort jeweils nur noch in einem Quartier sozial schwierige Rahmenbedingungen vorliegen. Diese werden weiter durch den Aktionsplan begleitet. Neu hinzu kommen Dorstfeld und Bövinghausen/Westrich. Dort deutet der Bericht auf Bedarf hin.

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„Ein großer Teil der Probleme, die letztendlich dafür verantwortlich sind, dass Menschen in schwierige Lebenslagen geraten, sind kommunal nicht lösbar“, betont Birgit Zoerner. „Wir können als Stadt nicht ausreichend Arbeitsplätze schaffen oder die Bildungspolitik ändern.“ Viele Entscheidungen fielen auf Landes- oder Bundesebene.

Broschüre würdigt Bürgerengagement

Um das langjährige Bürgerengagement im Rahmen des „Aktionsplans Soziale Stadt“ zu würdigen, hat die Stadt eine Broschüre herausgegeben, die auch online abrufbar ist. Darin finden sich auf über 80 Seiten beispielhafte Projekte und auch Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Aktionsräumen. Jedes Quartier wird in Zahlen, Bildern, Karten und kurzen Texten porträtiert.

„Die Broschüre ist ein kurzweiliger Überblick über das, was in den Aktionsräumen geleistet wird, um hier die Lebensbedingungen der jungen Menschen und ihrer Familien, aber auch die Situation für Seniorinnen und Senioren durch ganz konkrete Hilfe zu verbessern“, sagt Sozialdezerntin Zoerner. Und verknüpft das mit einer Einladung zu weiterem Engagement.

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