Schon bei der Kommunalwahl im September 2020 gab es besondere Corona-Schutzvorkehrungen in den Wahllokalen – oder wie hier im städtischen Briefwahl-Lokal im Rathaus. © Oliver Volmerich (A)
Bundestagswahl 2021

Stadt Dortmund wirbt um Wahlhelfer – und lockt mit Impfangebot

Die Stadt Dortmund sucht 4000 Wahlhelfer für die Bundestagswahl am 26. September. Neben einer finanziellen Entschädigung gibt es dafür diesmal ein ganz besonderes Lockmittel.

Vor gut einer Woche hatte sich Dortmunds Rechtsdezernent und Wahlleiter Norbert Dahmen noch zurückhaltend gegeben. „Bisher sind die Wahlhelfer in Dortmund noch nicht bestellt worden“, erklärte er am 27. April auf die Frage, ob die Stadt sich auf die Impfung von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern im Vorfeld der Bundestagswahl am 26. September einrichte. Bisher habe es dazu auch erst Anfragen einzelner potenzieller Wahlhelfer gegeben, sagte Dahmen.

Mit der Zurückhaltung ist jetzt Schluss: Die Stadt wirbt nun seit Freitag (7.5.) offiziell um Wahlhelfer für die Bundestagswahl in knapp fünf Monaten – auch mit Hinweis auf das Impfangebot für Freiwillige.

Insgesamt braucht die Stadt für die 386 Wahllokale rund 4000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für den Wahltag am 26. September. Melden können sich dafür Personen ab 18 Jahre, die die deutsche Staatsangehörigkeit haben, teilt die Stadt mit. Es bestehe auch die Möglichkeit, einen Wunsch-Einsatzort anzugeben, auch wenn der nicht garantiert werden könne.

„Erfrischungsgeld“ und Impf-Möglichkeit

Entschädigt wird der Einsatz im Wahllokal mit einem „Erfrischungsgeld“ von 50 Euro beziehungsweise 55 Euro für Wahlvorsteher und Schriftführer, bei der Briefwahl-Auszählung, die erneut in den Messehallen der Westfalenhallen stattfindet, mit 40 Euro.

Briefwahlzentrum in den Messehallen in Dortmund
In vier Messehallen werden von 2300 Helfern die Briefwahl-Stimmen ausgezählt. © Oliver Schaper © Oliver Schaper

Und natürlich spielt auch der Coronaschutz eine Rolle. Dazu weist die Stadt außer auf die Ausstattung der Wahllokale mit Spuckschutzwänden und Desinfektionsmitteln auch auf die Möglichkeit hin, sich als Wahlhelfer unabhängig vom Alter oder anderer Faktoren gegen Corona impfen zu lassen.

Wer sich als Wahlhelferin oder Wahlhelfer melde, erhalte ein Berufungsschreiben, das dann auch als Berechtigungsnachweis für die Impfung gelte. „Der Versand der Berufungsschreiben wird rechtzeitig genug erfolgen, so dass alle verbindlich eingeteilten Wahlhelferinnen und Wahlhelfer bis zum Wahltag vollständig immunisiert sein können“, teilt die Stadt mit. Die Impfung sei allerdings keine Voraussetzung, um als Wahlhelfer antreten zu können.

Noch offen ist, wie schnell die Impftermine dafür vergeben werden. Wahlhelfer gehören in Sachen Impfung zur Prioritätengruppe 3, aber nach den Vorgaben des Landes noch nicht zu der Teilgruppe, für die jetzt schon Impftermine vergeben werden.

Aber wie sagte Norbert Dahmen schon vor gut einer Woche: „Die Wahl ist nicht im Mai oder Juni, sondern im September.“ Und bis dahin bleibe noch genug Zeit, um den vollen Impfschutz zu bekommen.

Meldungen als Wahlhelfer werden von den Bürgerdiensten der Stadt unter der Telefonnummer 0231 / 50 – 1 09 33 oder per online unter www.wahlen.dortmund.de entgegen genommen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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