Stadt feiert Jahr der Mathematik

DORTMUND Wie viel ist 72-36? Leichte Aufgabe, aber Kinder rechnen manchmal anders. „Sie rechnen 70-30 + 6-2. Macht 44“, erklärt Prof. Dr. Christoph Selter vom Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts an der TU Dortmund: „Eltern und Lehrer sollten dann nicht nur sagen, es ist falsch. In dem Lösungsweg steckt viel Richtiges.“

von Von Julia Gass

, 11.01.2008, 17:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadt feiert Jahr der Mathematik

Andrea Servaty, Deutsche Telekom, Mechthild Heikenfeld, Stadt Dortmund, und Prof. Christoph Selter von der TU freuen sich auf das Jahr der Mathematik.

Begeisterung für Mathe will die Stadt in diesem Jahr, dem Jahr der Mathematik, mit 14 Veranstaltungen wecken. Schirmherr ist Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer. Rechnen dürfen die Bürger auch mit überraschenden und amüsanten Veranstaltungen wie dem Vortrag über Mathematik und Fußball von Prof. Hans-Georg Weigand von der Uni Würzburg zur Fußball-Europameisterschaft am 5. Juni im Museum an der Hansastraße.

Nicht für Legasteniker, sondern für Mathe-Fans sind die „Mathineen“, mit denen die Uni der Computer- und Tschenrechnergeneration das Jonglieren mit Zahlen schmackhaft machen will. Die Telekom Stiftung unterstützt das Kinder- und Jugendprogramm in Dortmund mit 420.000 Euro. „Deutschland braucht kluge Köpfe – Dichter und Denker genauso wie Tüftler und Techniker“, begründet dies Andrea Servaty von der Stiftung.

Ein „Mini-Mathematikum“ öffnet die Fachhochschule vom 19. bis 30. Mai in einer Ausstellung für Kindertagesstätten; „Mathe ist cool“, sagt die Uni am 2. April, die Volkshochschule geht am 25. Juni auf Rekordjagd, und mit einer „Night of the Profs“ endet das Jahr der Mathematik am 3. Dezember in der Uni.

Christoph Selter eröffnet das Jahr der Mathematik am Samstag um 11 Uhr im Rathaus mit einem Vortrag. Und erklärt dann auch, wie viele Lösungswege es gibt, 72-36 auszurechnen.

Lesen Sie jetzt