Stadt hat weiter Pläne für eine neue Siedlung in Lanstrop

hzSiedlung in Lanstrop

Auf dem ehemaligen Hauptschulgelände an der Büttnerstraße in Lanstrop soll nach dem Willen der Stadt eine neue Siedlung entstehen. Dazu machen sich die Fachleute grundsätzliche Gedanken.

Lanstrop

, 28.05.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rappelvoll war am Montagabend der Gartensaal im Baukunstarchiv, dem ehemaligen Museum am Ostwall. Thema war in erster Linie die geplante Siedlung auf dem ehemaligen Hauptschulgelände an der Büttnerstraße in Lanstrop - also dem, was auch als „Gartenstadt Lanstrop“ bezeichnet wird.

Die Referenten, der Architekt Sven Grüne und Architektur-Prof. Wolfgang Sonne von der TU Dortmund, erklärten noch einmal die besonders Vorgehensweise der Stadt für diese Fläche: Die Stadt ist an den Bund Deutscher Architekten (BDA) herangetreten, um Pläne entwickeln zu lassen. Zwölf Architekturbüros haben Pläne eingereicht, woraus der BDA einen einzigen Entwurf entwickelt hat.

13 individuelle Mehrfamilienhäuser sollen entstehen

Entstehen sollen 13 individuelle Mehrfamilienhäuser, überwiegend drei- und viergeschossig mit eigenen Mietergärten im ersten Bauabschnitt und einem halb öffentlichen Innenbereich im zweiten Bauabschnitt. Vorgesehen sind unterschiedliche Haustypen und begrünte Flachdächer – insgesamt 133 Wohnungen. Die Hälfte ist öffentlich gefördert – vom Mini-Apartment bis zur großen Wohnung samt Loggia. Als Highlight des Komplexes ist ein sechsstöckiges Gebäude angedacht, dessen Dachgarten einen tollen Blick über Lanstrop bieten soll.

Stadt hat weiter Pläne für eine neue Siedlung in Lanstrop

Auf großes Interesse steiß der Vortrag über Lanstrop im Baukunstarchiv. © Oliver Schaper

Sonne arbeitete die Unterschiede zwischen einem „Quartier“ und einer „Siedlung“ heraus. Ein Quartier - als Beispiel nannte er das Kreuzviertel in der Innenstadt - bestehe aus gewachsenen Strukturen mit Geschäften, Freizeitangeboten und fest definierten öffentlichen Flächen, während eine Siedlung diese Merkmale in der Regel nicht aufweise. Gehe man durch eine solche Siedlung, fühle man sich oft wie ein Eindringling.

Ziel müsse es also sein, bei Neuansiedlungen quartiersähnliche Situationen zu schaffen. Wobei das im Falle Lanstrop nicht einfach sei umzusetzen. Keinesfalls wolle man schließlich der Ladenzeile an der Färberstraße mit zum Beispiel einen neuen Discounter Konkurrenz machen. Hinzu kommen könnten allenfalls kleinere Geschäfte oder auch ein Restaurant.

Es gibt bislang keinen Zeitplan

Unklar ist nach wie vor, wann die Pläne umgesetzt werden können. Zuvor muss sich ein Investor finden, der dazu bereit ist. Schon jetzt sei klar, dass kein Investor eine teure Tiefgarage bauen werde. Möglich sei ein Palettenparkplatz mit zwei Ebenen, der später auch wieder abgerissen werden könne.

Matthias Hüppe vom Aktivkreis „Ja zu Lanstrop“ jedenfalls sieht die Pläne positiv: „Wer heute eine Wohnung in Lanstrop sucht, findet doch nur eine über Vitamin B.“ Eine neue Siedlung würde dieses Problem lindern.

Lesen Sie jetzt