CDU will Shisha-Rauchen in der Öffentlichkeit dauerhaft verbieten

hzVerbot verlängert

Das Rauchen von Shishas im öffentlichen Raum bleibt untersagt. Die bislang geltende Verfügung ist verlängert worden. In der Politik wird sogar schon über ein dauerhaftes Verbot diskutiert.

Dortmund

, 26.05.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem 11. Mai ist das Rauchen von Shishas in der Öffentlichkeit verboten. Die ursprünglich bis zum 25. Mai geltende Verfügung ist von der Stadt Dortmund noch einmal verlängert worden. Auf diese Weise sollen auch in Zukunft größere Menschenansammlungen im öffentlichen Raum verhindert werden. Die CDU geht nun in die Offensive und will prüfen lassen, ob ein generelles Verbot umsetzbar ist.

Während es für die einen ein Freizeitvergnügen ist, fühlen sich andere von dem starken Geruch belästigt. Das Rauchen von Shishas spaltet die Gemüter und bleibt in der Öffentlichkeit vorerst verboten.

Das bestätigte Stadtsprecher Maximilian Löchter am Montag auf Anfrage. Mindestens bis zum 30. Juni hat das Verbot nun Bestand, und wenn es nach der Dortmunder CDU geht, könnte das erst der Anfang sein.

Generelles Verbot in anderen Städten

In einem Antrag, den die CDU-Fraktion im zuständigen Ausschuss eingereicht hat, heißt es bezüglich des Shisha-Verbotes: „Die CDU-Fraktion begrüßt dieses Verbot ausdrücklich und bittet um Informationen, auf welchen Grundlagen dieses Verbot erlassen werden konnte.“

Und weiter: „Gleichzeitig soll geprüft werden, ob im Interesse eines gedeihlichen Miteinanders ein derartiges Verbot für den öffentlichen Raum in Dortmund dauerhaft erlassen werden kann.“ Dabei verweist die CDU in ihrem Antrag darauf, dass in anderen Städten vergleichbare Regelungen bereits existieren.

Nutzen des Verbots wird bezweifelt

Der Grund für den Vorstoß sind laut Antrag die seit Jahren anhaltenden Beschwerden aus der Bevölkerung. Viele fühlten sich demzufolge von dem Geruch der Shishas in Parks und Grünanlagen belästigt.

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Unterdessen zeigt man innerhalb der Branche sogar Verständnis für das politische Handeln, zweifelt aber gleichzeitig an den eigentlichen Interessen. „Ich will der Politik gar nichts Böswilliges vorwerfen. Es gibt sicherlich Erklärungen dafür, weshalb man ein solches Verbot ausgesprochen hat. Aber uns fehlt einfach eine sinnvolle Erläuterung“, erklärt ein anonymer Insider.

Branche hofft auf Dialog

Einzig der Aspekt, dass dadurch Menschenansammlungen vermieden werden könnten, reiche nicht aus: „Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass man auf diese Art und Weise versucht, die Szene verschwinden zu lassen.“

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Natürlich gebe es schwarze Schafe, allerdings habe ein solches Verbot auch Auswirkungen auf die Unternehmer, die mit den Wasserpfeifen lediglich ihren Lebensunterhalt erwirtschaften.

„Wieso sucht die Politik nicht das Gespräch mit der betroffenen Branche, um möglicherweise über sinnvolle Lösungen zu diskutieren?“, so der Insider. Auf diese Art und Weise könne man möglicherweise einen Weg finden, der nicht gleich ein generelles Verbot zur Folge habe.

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