Standorte gesucht: Die Feuerwehr in Sölde und Lichtendorf braucht neue Rettungswachen

hzFreiwillige Feuerwehr

Zwei Löschzüge und die Rettungswache in Sölde müssen dringend saniert werden. Die Feuerwehr hat drei Pläne entworfen. Auch eine Kinderfeuerwehr wird in Lichtendorf starten.

von Alexandra Wachelau

Sölde

, 09.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Dortmund werden gerade Veränderungen der Standorte geplant. Gleich drei Einsatzstelllen sind betroffen. Die Rettungswache Sölde ist momentan provisorisch am Flughafen untergebracht, die Standorte in Sölde (Löschzug 11, Nathmerichstraße 7) und Lichtendorf (Löschzug 27, Römerstraße 47) sind dringend sanierungsbedürftig.

Sanierungsbedürftige und zu kleine Räume

„Wir haben definitiv ein Raumproblem. Bei den beiden Standorten Lichtendorf und Sölde wissen wir dabei noch nicht, wie die Lösung aussehen wird – ob wir grundsanieren und anbauen oder an anderen Stützpunkten weitermachen“, sagt Dortmunds Feuerwehrdirektor Dirk Aschenbrenner auf Anfrage.

Standorte gesucht: Die Feuerwehr in Sölde und Lichtendorf braucht neue Rettungswachen

Der Löschzug 11 in Sölde... © Feuerwehr Dortmund

Allerdings würde sich ein Anbau am Löschzug 27 in Lichtendorf schwierig gestalten: Dort ist die Feuerwehr in den Räumlichkeiten neben der Lichtendorfer Grundschule untergebracht. „Der Standort ist durch die vielen Kinder vor Ort eher ungünstig“, sagt Aschenbrenner.

Dabei ist Nachwuchs genau das, was der Feuerwehr fehlt. Daher möchte die Dortmunder Feuerwehr nun erstmals eine Kinderfeuerwehr einrichten. „Da werden wir auch die ersten in ganz NRW sein, die dieses Konzept anbieten“, so Aschenbrenner.

Standorte gesucht: Die Feuerwehr in Sölde und Lichtendorf braucht neue Rettungswachen

...und der Löschzug 27 in Lichtendorf. Beide Gebäude sind schon mehrere Jahrzehnte alt und müssen dringend saniert werden. Auch an den Standorten könnte sich etwas ändern. © Feuerwehr Dortmund

Ähnlich wie in Sportvereinen sollen die Kinder so spielerisch an die Tätigkeiten der Feuerwehr herangeführt werden. Aschenbrenner hofft auf Nachwuchsgewinnung. Dieses Pilotprojekt soll in Lichtendorf im November starten. In Asseln wurde die erste Phase des Pilotprojektes schon beendet.

Das sind die drei Pläne

Die Räumlichkeiten von der Löschzüge in Lichtendorf und Sölde seien allerdings schon mehrere Jahrzehnte alt. Der Standort am Flughafen sei dagegen erst drei Jahre alt: „Wir brauchten damals schnell eine neue Wache. Das Suchen eines Grundstücks und die Bebauung dauert allerdings immer, deswegen haben wir einfach Hallen am Flughafen gemietet“, sagt der Feuerwehrdirektor. Das war nur eine provisorische Lösung. Nun soll die Rettungswache Sölde einen eigenen Standort bekommen.

Dafür gibt es drei Pläne. Entweder sollen die Rettungswache Sölde und die Löschzüge Lichtendorf und Sölde an einem Standort zusammengelegt werden. „Angedacht ist ein Standort an der Primelstraße“, sagt Aschenbrenner. In der Straße gebe ein städtisches Grundstück, das den Anforderungen einer Feuerwehrstelle entspreche. Oder: Die zweite Möglichkeit sei eine Verteilung der Rettungswache Sölde auf einen der Löschzüge in Sölde oder Lichtendorf, die dritte Alternative sehe eine Verteilung auf jeweils drei unterschiedliche Standorte vor. „Die Pläne werden alle geprüft, wir halten mit der Stadt einen engen Dialog“, so Aschenbrenner. Im Herbst sei mit ersten Ergebnissen der Planung zu rechnen.

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