Star-Designer modelt altes Gesundheitshaus in extravagantes Hotel um

hzFrüheres Gesundheitsamt

Ab 2022 können Dortmund-Gäste eine kleine Zeitreise unternehmen - und im früheren Gesundheitsamt im Ambiente der 50er Jahre übernachten. Ein amerikanischer Star-Designer macht es möglich.

Dortmund

, 18.12.2019, 13:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Karim Rashid gilt als „Popstar der Designwelt“. Der Star-Designer aus New York ist mit seinen Objekten in vielen bedeutenden Museen der Welt vertreten - und demnächst auch in einem Dortmunder Hotel. Rashid entwirft die Inneneinrichtung des „Prizeotel“, das 2022 im früheren Gesundheitshaus an der Hövelstraße eröffnet. Am Dienstag wurden die Pläne dazu vorgestellt.

„Dortmunder Architekturikone“

Bei der Präsentation im verlassenen Gesundheitshaus war allgemeine Schwärmerei angesagt über das Gebäude, das der Dortmunder Architekt Will Schwarz Ende der 1950er Jahre entworfen hatte. „Von einer Dortmunder Architekturikone“, sprach Sylvia Friedrich, Projektleiterin bei der Landmarken AG.

Der Projektentwickler aus Aachen hatte 2018 gemeinsam mit dem Düsseldorfer Büro „pinkarchitektur“ den Investorenwettbewerb für sich entschieden. Inzwischen ist der Kaufvertrag mit der Stadt unterzeichnet. Im Februar soll die offizielle Übergabe des Gebäudes stattfinden.

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Gesundheitshaus

Das frühere Gesundheitsamt der Stadt an der Hövelstraße hat einen neuen Eigentümer. Er will das denkmalgeschützte Gebäude in ein Hotel, Wohn- und Bürohaus verwandeln. Wir bieten Einblicke in das historische Gesundheitshaus vor dem denkmalgerechten Umbau.
16.12.2019
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Das alte Gesundheitshaus. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Eine Besonderheit ist das Treppenhaus des Gesundheitshauses mit Kunst am Bau im Stil der 1950er Jahre. © Schaper
Einblicke ins historische Gesundheitshaus der Stadt. © Schaper
Einblicke ins historische Gesundheitshaus der Stadt. © Schaper
Einblicke ins historische Gesundheitshaus der Stadt. © Schaper
Einblicke ins historische Gesundheitshaus der Stadt. © Schaper
Einblicke ins historische Gesundheitshaus der Stadt. © Schaper
Die Dachterrasse des Gesundheitshauses.© Schaper
Die Dachterrasse des Gesundheitshauses.© Schaper
Einblicke ins historische Gesundheitshaus der Stadt. © Schaper
Einblicke ins historische Gesundheitshaus der Stadt. © Schaper
Das Foyer des früheren Gesundheitshauses. © Schaper

Ausschlaggebend dafür, dass das Konzept der Landmarken AG den Zuschlag bekommen hat, war der Nutzungsmix für das Gebäude, erläuterte Planungsdezernent Ludger Wilde.

Vorgesehen sind neben einem Hotel auch Büros mit „Co-Working“-Bereichen und eine privat betriebene Kita mit fünf Gruppen. Für sie soll sich der Innenhof des Gebäudekomplexes - bislang ein Parkplatz - in eine grüne Oase verwandeln.

Star-Designer modelt altes Gesundheitshaus in extravagantes Hotel um

Im Innenhof des Gebäudekomplexes entsteht der Außenbereich für eine Kita. © Pink Architektur

Während ein Betreiber für das „Co-Working“ noch gesucht wird, steht der Hotelbetreiber schon fest. „Prizeotel“ ist eine neue Design-Hotelkette mit Ursprüngen in Bremen. Inzwischen gibt es schon ein halbes Dutzend Standorte vorwiegend in Norddeutschland. Zwölf weitere Hotels sollen in den nächsten drei Jahren entstehen - eines davon im Gesundheitshaus.

Und wie schon in Bremen und an anderen Standorten haben sich die „Prizeotel“-Gründer für die Einrichtung des Hotels die Dienste des Star-Designers Karim Rashid gesichert.

Star-Designer modelt altes Gesundheitshaus in extravagantes Hotel um

Entwürfe von Karim Rashid für das Prizeotel in Rostock. So ähnlich könnte es auch in Dortmund aussehen. © obs/prizeotel/© BY PRIZE HOLDING GmbH

Star-Designer Karim Rashid: „Die Weichheit ist wundervoll“

Der schloss sich am Dienstag den Schwärmereien über das Gebäude an. „Die Weichheit (Smoothness) in diesem Haus ist wundervoll“, sagte Rashid mit Blick auf Kunst und Bauelemente aus den 50er Jahren. Das sei eine Zeit, zu der er eine besondere Affinität habe, erklärte der 1960 geborene Designer.

Star-Designer modelt altes Gesundheitshaus in extravagantes Hotel um

Prizeotel-Geschäftsführer Connor Ryterski, Designer Karim Rashid und Landmarken-AG-Vorstandsmitglied Jens Kreiterling (v. l. n. r.) im Treppenhaus des denkmalgeschützten Gesundheitshauses. © obs/prizeotel/Pascal Lieleg

Preislich ist „Prizeotel“ im preiswerten Hotel-Segment angesiedelt. Gutes Design muss nicht teuer sein, ist der Wahlspruch von Karim Rashid. Seine Ideen für das Hotel im Gesundheitshaus stimmt er eng mit den Dortmunder Denkmalschützern ab, mit denen er am Dienstag schon einen Rundgang durch das Gebäude unternahm.

In der zweiten Jahreshälfte 2020 soll der Umbau beginnen, kündigte Sylvia Friedrich an. 2022 könnte dann das zweite Leben des Gesundheitshauses beginnen.

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