Starterbüros für Kreative

Gestern fiel der Startschuss zu einem bundesweit einmaligen Projekt: Das Technologie-Zentrum, seit 22 Jahren Brutkasten für neue technologieorientierte Unternehmen, richtet erstmals ein Starterbüro für junge Gründer aus der Kreativ- und Kulturwissenschaft ein.

19.11.2007 / Lesedauer: 2 min

250 qm kostengünstige Bürofläche, ein ganzer Gebäudeflügel an der Emil-Figge-Straße 80, soll künftig den kreativen Unternehmern in spe gehören, einschließlich der entsprechenden Infrastruktur sowie Service- und Beratungsleistungen. Darüber hinaus koordiniert das Technologie-Zentrum Starterbüros in den regionalen Gründerzentren Schwerte, Unna, Kamen und Lünen sowie im Dortmunder e-port und dem Depot-Zentrum. 12 bis 15 tragfähige Gründungen sollen aus dem Projekt hervorgehen, welches das Bundeswirtschaftsministerium drei Jahre lang mit insgesamt 750 000 fördert. Drei konkrete Anfragen gibt es bereits.

Die Starterbüros, die seit jüngstem auch in die Landschaft der Dortmunder Wirtschaftsförderung passen, gehören zur von der TU Dortmund eingeworbenen Initiative "Kultur. Unternehmen. Dortmund", ein neues Projekt innerhalb des Programms "Existenzgründungen aus der Wissenschaft" (EXIST) des Bundeswirtschaftsministeriums. Mit ihm sollen mehr potenzielle Gründer an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Selbstständigkeit motiviert werden. Hier gebe es im internationalen Vergleich deutlich Nachholbedarf, unterstrich gestern der Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Schauerte bei einem Besuch in Dortmund.

Die TU Dortmund zählt bundesweit zu den erfolgreichsten Antragsstellern von Gründungsprojekten innerhalb der EXIST-Initiative und hat seit 2002 unter Federführung der Transferstelle 2,9 Mio. eingeworben und damit über 60 Gründungen mit rund 150 Arbeitsplätzen erfolgreich begleitet.

Mit der Gründungsinitiative für die Kreativwissenschaft stoße die TU in Bereiche vor, "die bisher noch nicht gewagt wurden", betonte Rektor Prof. Dr. Eberhard Becker. Das neue Feld berge ein "gewisses Risiko" in sich, da es sich bei Künstlern und Designern um eine andere als die bislang technologieorientierte Klientel handele.

"Die kreativen Köpfe haben wir in der Region, die müssen wir halten", stellte der Geschäftsführer des Technologie-Zentrums, Guido Baranowski fest. Staatssekretär Schauerte bezeichnete die Kreativwirtschaft als ein gutes Beispiel mit Zukunftsperspektiven für Gründer. Mit einem Beitrag von 2,6 Prozent steuere sie mehr zum Bruttoinlandsprodukt bei als der Energiesektor mit 1,6 Prozent. ko www.exist.de

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