Verdi-Streik in Dortmund: Teilnehmer zogen über Wall und wichtige Straßen

Streik im Gesundheitswesen

Mit einem Demozug sind am Mittwochvormittag Hunderte Beschäftigte des Gesundheitswesens durch die Dortmunder Innenstadt gezogen. Betroffen waren wichtige Verkehrsrouten rund um die City.

Dortmund

, 14.10.2020, 11:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Teilnehmer haben den Wall überquert.

Die Teilnehmer haben den Wall überquert. © Thomas Thiel

Verdi hat die Beschäftigten des Klinikums Dortmund, des Klinikums Westfalen, der Städtischen Seniorenheimen und der LWL Einrichtungen aus Dortmund für Mittwochmorgen zum Streik aufgerufen.

Die Teilnehmer - die Polizei spricht von 400 - versammelten sich gegen 9.15 Uhr am Klinikum Dortmund, um mit einem Demonstrationszug in Richtung Innenstadt zu laufen. Die Route führte von der Beurhausstraße über Wall, Ruhrallee, Saarlandstraße, Märkische Straße und Kleppingstraße zur zentralen Kundgebung auf dem Friedensplatz.

Da die Polizei die Straßen erst unmittelbar vor der Passage des Demo-Zugs absperrte und direkt danach wieder freigab, kam es nur zu geringen Verkehrsbehinderungen.

Die Teilnehmer versammelten anschließend auf dem Friedensplatz.

Die Teilnehmer versammelten anschließend auf dem Friedensplatz. © Thomas Thiel

Gegen 10.15 Uhr erreichte der Demo-Zug den Friedensplatz, wo es eine Kundgebung gab, an der rund 300 Menschen teilnahmen. Dort wie auch schon beim Demo-Zug achteten die Demonstranten mit Flatterband darauf, dass der Corona-Mindestabstand gewährleistet war. Zudem trugen alle Mund-Nasen-Schutz.

Der Warnstreik ist Teil des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst. Verdi will für alle 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro.

Am Donnerstag steht Dortmund ein bedeutend härterer Streiktag bevor. Dann gibt es Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr, der Stadtverwaltung in in den städtischen Kitas.

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