Stehbierhalle der Bergmann-Brauerei wappnet sich fürs lange Wochenende

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In Dortmunds Stehbierhalle gibt es wieder frisch Gezapftes. Doch einiges läuft auch bei der Bergmann-Brauerei anders als vor der Corona-Pandemie. Der Vatertag ist eine Herausforderung.

Hörde

, 20.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach einer mehrwöchigen Corona-Zwangspause hat die Stehbierhalle der Bergmann-Brauerei auf Phoenix-West wieder geöffnet. „Etwas anstrengend und ungewohnt“ sei der Betrieb unter den aktuellen Bedingungen, sagt Geschäftsführer Thomas Raphael. Trotzdem sind alle froh, dass die Zapfhähne wieder laufen.

Nicht zuletzt die Bergmann-Stammkunden, die nicht nur das süffige Bier an Dortmunds Privatbrauerei schätzen, sondern das ganze Drumherum an der kultigen Bude im Schatten des alten Hochofens.

Die Menschen sitzen locker verteilt an den Wasserbecken vor dem alten Hochofen.

Die Gäste sitzen locker verteilt an den Wasserbecken vor dem alten Hochofen. © Susanne Riese

So kamen bereits am ersten Wochenende die Gäste in Scharen vor allem mit Fahrrädern und Motorrädern, um sich geduldig in die Schlange vor der Stehbierhalle einzureihen. Rund um die Wasserbecken saßen die Biertrinker mit Zweimeter-Abstand und ließen die Beine baumeln.

Die Terrasse ist neuerdings abgesperrt. Die locker angeordneten Tische werden zugewiesen, um die Hygiene sicherzustellen. Anfangs probierte es das Bergmann-Team mit einem Pfandsystem bei der Tischvergabe. „Das war aber zu kompliziert“, sagt Thomas Raphael.

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Jetzt behalten die Mitarbeiter das Kommen und Gehen im Blick und rücken zwischendurch mit der Sprühflasche an. Auch die Stehbierhalle wurde coronagerecht umgebaut. Zehn Tische stehen jetzt dort bereit.

In der Halle und beim Bestellen herrschen wie überall Maskenpflicht und Abstandsregeln. An der Theke müssen die Kunden ihre Kontaktdaten hinterlassen. Bis jetzt laufe alles ruhig und gelassen, auch die Versorgung mit Pommes, Currywurst und Hamburgern am Food-Truck.

Natürlich gibt es auch an der Stehbierhalle eine Reihe von Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln.

Natürlich gibt es auch an der Stehbierhalle eine Reihe von Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln. © Susanne Riese

Etwas Sorgen macht dem Brauerei-Chef allerdings noch das bevorstehende lange Wochenende mit dem Vatertag bei voraussichtlich bestem Wetter. „Die Leute sollten sich auf Schlangen und etwas Wartezeit einstellen.“

Dafür könnten sie dann ihr Bier auch wieder aus Gläsern genießen, nachdem es in den ersten Tagen nur Plastikbecher gab. Eine Spülmaschine stellt die Virenfreiheit der Gläser sicher und es gibt so auch weniger Plastikmüll. „Die Besucher können wählen, ob sie ein Pfandglas nehmen oder einen Becher.“

Beides lässt sich für eine weitere Neuigkeit nutzen: den aktuellen Sud des Monats, „Chinook IPA“, der seit dem 19. Mai ausgeschenkt wird. Das hopfenbetonte India Pail Ail soll rund und vollmundig schmecken und kommt direkt vom Fass. Es löst den „Märzen-Bock“ als Spezialbier ab. Im Bergmann Drive-In ist „Chinook“ auch in der 0,75-Liter-Flasche erhältlich.

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Ab kommender Woche startet die Bergmann-Brauerei eine besondere Aktion rund um den Sud des Monats. Ein Euro des Verkaufspreises soll dann jeweils an caritative Einrichtungen in Dortmund gehen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind wie Gasthaus oder Tafel.

Öffnungszeiten: Die Stehbierhalle, Elias-Bahn-Weg 2, ist derzeit täglich von 16 bis 22 Uhr geöffnet; samstags, sonntags und am Feiertag Christi Himmelfahrt (21.5.) von 12 bis 22 Uhr.
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