Steigende Corona-Zahlen in Dortmund könnten BVB-Heimspiele gefährden

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Aktuell entwickeln sich die Corona-Neuinfektionen in Dortmund sprunghaft rauf und runter. Das könnte auch Auswirkungen auf das nächste Heimspiel des BVB haben.

Dortmund

, 24.09.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zahlen der Coronavirus-Neuinfektionen entwickeln sich eher sprunghaft in Dortmund. „Mal gehen sie deutlich nach oben, mal nach unten“, berichtete Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken nun. Es scheine wohl doch so zu sein, dass die Zahl der Reiserückkehrer aus Risikogebieten höher gewesen sei als die Zahl derer, die sich haben testen lassen oder in Quarantäne gegangen sind.

Die Infektionszahlen seien derzeit auf einem hohen Niveau. Das Gesundheitsamt könne die tagesaktuelle Verfolgung der Infektionsketten noch gerade so leisten, sagte Renken. Zeit sei aber bei der schnellen Verfolgung und Eindämmung der Infektionsketten ein wesentlicher Faktor, unterstrich die Leiterin des Dortmunder Krisenstabs, Birgit Zoerner.

Inzidenzzahl über das Wochenende verdoppelt

Gleichzeitig verschärft sich europaweit und auch in anderen Städten dieser Region die Situation - im Wesentlichen durch private Feiern verursacht. In Hamm liegt der sogenannte Inzidenzwert, die durchschnittliche Neuerkrankungsrate pro 100.000 Einwohner und Woche, bei 70. in Gelsenkirchen bei 44. Bund und Land geben Maßnahmen bei Inzidenzwerten von 50 beziehungsweise 35 vor.

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„Wir sind am vergangenen Freitag an die Inzidenzahlen herangerückt“, warnte Zoerner. Über das Wochenende hat sich die Inzidenzahl von 9 auf 18 verdoppelt. Gerade für die Durchführung größerer Veranstaltungen sei das von Bedeutung, ergänzte OB Ullrich Sierau auch mit Blick auf das Heimspiel von Borussia Dortmund.

Wie das Infektionsgeschehen eingedämmt wird, entscheidet vor allem das Gesundheitsamt vor Ort – und diese Entscheidung betrifft auch den Fußball. Das Heimspiel am vergangenen Wochenende habe gezeigt, dass man mit dem BVB sehr verantwortungsbewusst zusammenarbeiten könne, sagte Sierau.

Am Montag Gespräche mit dem BVB

Das nächste Heimspiel steht am 3. Oktober an. Sierau: „Wir haben vereinbart, dass wir diese Woche noch abwarten und uns am Montag dem Verein gegenüber positionieren.“ Wie viele Fans am Ende ins Stadion dürfen, das entscheide sich in Abhängigkeit vom Inzidenzwert.

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So hatte die Stadt Köln aufgrund stark gestiegener Corona-Neuinfektionen am vergangenen Freitagabend kurzfristig entschieden, dass zum Fußballbundesliga-Spiel des 1. FC Köln keine Zuschauer zugelassen wurden.

Wenn auch in Dortmund die Infektionszahlen hochschnellten, sei auch hier dem Zuschauergeschehen ein Ende gesetzt, sagte Sierau – letztlich durch die Dienstaufsicht des NRW-Gesundheitsministeriums.

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