Straße schlecht einsehbar: Politik will Verkehrssituation in Lanstrop entschärfen

hzVerkehr in Lanstrop

Weil die Steinhofstraße in Lanstrop von der Färberstraße aus schlecht einsehbar ist, entstehen dort gefährliche Verkehrssituationen. Das soll sich nach dem Willen der Politik ändern.

Lanstrop

, 23.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem Matthias Hüppe vom Aktivkreis „Ja zu Lanstrop!“ einen Verkehrsspiegel für die Steinhofstraße / Ecke Färberstraße gefordert hatte, ist diese Stelle wieder verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten.

Gemeinsamer Antrag von SPD und CDU

In einem gemeinsamen Antrag wollen SPD und CDU in der Bezirksvertretung Scharnhorst nun von der Verwaltung prüfen lassen, wie man dort die Verkehrssituation verbessern kann. Ursprünglich sollte dieser Antrag in der Bezirksvertretungs-Sitzung am 17. März diskutiert und beschlossen werden. Die Sitzung ist jedoch wegen des Coronavirus ausgefallen. Nun muss das Thema noch etwas warten.

So ist der Blick, wenn man aus der Färberstraße kommt und nach rechts in die Steinhofstraße schaut. Obwohl das Parken nur für Pkw gestattet ist, parkt dort ein Wohnwagen, der die Sicht versperrt

So ist der Blick, wenn man aus der Färberstraße kommt und nach rechts in die Steinhofstraße schaut. Obwohl das Parken nur für Pkw gestattet ist, parkt dort ein Wohnwagen, der die Sicht versperrt. © Andreas Schröter

Problem an dieser Einmündung ist vor allem das Linksabbiegen von der Färberstraße in die Steinhofstraße. Weil die Straße in diesem Bereich eine leichte Kurve nimmt und zudem eine dichte Bepflanzung die Sicht versperrt, sind Autos, die auf der Steinhofstraße fahren, nur spät auszumachen, was zu gefährlichen Verkehrssituationen führen kann.

Wohnwagen behindert Sicht in die Steinhofstraße

Auch der Blick nach rechts ist nicht viel besser. Dort steht ein Wohnwagen, der dort eigentlich nicht stehen dürfte, weil das Parken auf dem Seitenstreifen lediglich für Pkw erlaubt ist, wie ein Verkehrsschild unmissverständlich ausweist. Heinz Pasterny, Karin Heiermann, Albina Klimmek (alle SPD) und Werner Gollnick (CDU), die sich statt in der Bezirksvertretungs-Sitzung nun direkt vor Ort trafen, dabei gebührenden Abstand zueinander hielten, regten an, den Besitzer des Wohnwagens zu bitten, diesen woanders abzustellen. Damit wäre schon viel gewonnen.

Der Bus, der hier lange steht, versperrt die Sicht auf die Stelle, an der ein Spiegel stehen könnte

Der Bus, der hier lange steht, versperrt die Sicht auf die Stelle, an der ein Spiegel stehen könnte. © Andreas Schröter

Von der von Matthias Hüppe angeregten Spiegellösung sind die Politiker nicht sonderlich angetan. Das habe auch ein früherer Ortstermin ergeben, an dem Matthias Hüppe teilgenommen habe. Erstens erlaube die Stadtverwaltung solche Verkehrsspiegel nur ungerne und in absoluten Ausnahmefällen - so wie an der Einmündung Kurler Straße / Langerohstraße in Kurl oder an der Kreuzung Wasserfuhr / Rote Fuhr / Kurler Straße. Aber an diesen Stellen sei die Situation deutlich enger und unübersichtlicher als an der Einmündung in Lanstrop. Hinzu komme, dass sich genau dort, wo der Spiegel stehen müsste, eine Bus-Endhaltestelle befindet, wo die Busse länger stehen und die Sicht auf den Spiegel versperren würden.

Tempo 30 als mögliche Lösung

Als Lösung könnten sich die Politiker Tempo 30 auf der Steinhofstraße vorstellen. Man müsse auch bedenken, dass in unmittelbarer Nähe demnächst ein Kindergarten entstehen soll - und zwar dort, wo jetzt noch die verlassene Friedenskirche an der Färberstraße steht.

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