Streit um Platanen vorerst beendet: Stadt Dortmund will keine gesunden Bäume fällen

hzBürger-Ärger

Wurzelschäden und Stolperfallen: Zwei Platanen vor ihrer Haustür sind Anwohnern schon lange ein Dorn im Auge. Ein Ortstermin mit Politik und Stadt nahm einen interessanten Verlauf.

Lütgendortmund

, 27.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach ihrem Besuch in der September-Sitzung der Bezirksvertretung Lütgendortmund waren die Anwohner der Straße Wilhelmshöh in Lütgendortmund zuversichtlich: Denn sie konnten die Kommunalpolitiker zu einem Ortstermin mit dem Umwelt- und Tiefbauamt bewegen.

Ihr Anliegen: Zwei Platanen vor den Häusern mit der Hausnummer 49 und 57 sollen gefällt werden, weil ihre Wurzeln nicht nur auf dem Gehweg, sondern auch auf privaten Grundstücken einige Schäden angerichtet haben.

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Und es gibt noch ein zweites Problem: Nachdem das Tiefbauamt den Asphalt des Gehwegs wegen der starken Wurzelschäden durch eine wassergebundene Decke ersetzt hat, so die Bürger, seien erhebliche Stolperkanten entstanden. Vor allem für sehbehinderte Passanten stellten sie eine Gefahr dar.

Der Ortstermin verlief für die Anwohner doppelt enttäuschend: Weil ein sehbehinderter Fußgänger vor den Augen der städtischen Vertreter problemlos den neuen Gehweg passierte, wurde der Vorwurf der Stolperfalle live entkräftet.

Auch einer Fällung der augenscheinlich gesunden Platanen zum jetzigen Zeitpunkt widersprachen die Mitarbeiter der Stadt. Daran änderte auch der Einwand eines Anwohners nichts, der sich um die in diesem Bereich vorhandenen Gasleitungen sorgte. Diese sei vor einiger Zeit freigelegt und ummantelt worden. Sollte Gefahr drohen, würde der Energieversorger DEW 21 an die Stadt herantreten, hieß es als Begründung.

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