Student dreht Film über zum Tode Verurteilten in Dortmund

hzKultur in Dortmund

Was beichtet eine zum Tode verurteilte Person dem Priester bei ihrer „Letzten Mahlzeit“? Die Antwort gibt es in einem Uni-Kurzfilm – gedreht in Dortmund.

Benninghofen

, 10.10.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jan Neumann arbeitet gerade an einem Diplomfilm für seine Universität, der Ruhrakademie in Schwerte. Gedreht hat er in Dortmund-Benninghofen.

Der 15-minütige Film „Die letzte Mahlzeit“ handelt von dem Gefangenen Max (Jonathan Schäfer), der zum Tode verurteilt wurde und mit Hilfe eines Priesters (Michael Schäfer) die Geschehnisse vor seiner Straftat noch einmal durchlebt.

„Die beiden Darsteller sind übrigens weder verwandt noch kannten sie sich vorher“, erklärt Neumann und schmunzelt.

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Neumann hatte einzelne Szenen im Kopf und entwickelte nach und nach die Geschichte. Der Film spielt in der Gegenwart, aber in einer anderen Realität, in der es zum Beispiel die Todesstrafe in Deutschland gibt.

Dreh in Benninghofen ist „Heimspiel“

„Der Dreh lief super“, berichtet Neumann. „Alle haben gut zusammen gearbeitet.“ Etwa 20 Menschen waren beteiligt. Die Schauspieler hat er über eine Agentur gefunden, aber auch viele Kommilitonen haben beim Dreh geholfen.

Gedreht wurde im Gemeindehaus Benninghofen und im Restaurant Carlos. „Beides kannte ich bereits“, sagt Neumann, der in Benninghofen wohnt.

Neumann hat den Film selbst finanziert und wird für die Postproduktion noch eine Kampagne auf der Website Startnext starten, wo sich Interessenten finanziell an der Fertigstellung des Filmes beteiligen können. Der Film soll auch veröffentlicht werden.

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