Sturzgefahr auf Radweg zwischen Asseln und Wickede - SPD beklagt kastastrophalen Zustand

hzRadfahren am Hellweg

Die SPD-Politiker Anna Spaenhoff und Fabian Ernstfeld beklagen den wenig attraktiven Zustand des Radwegs zwischen Asseln und Wickede. Sie fordern Verbesserungen.

Brackel

, 13.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit einem Jahrzehnt fordert die Bezirksvertretung Brackel die Wiederherstellung des Radweges auf der Südseite des Hellweges zwischen Asseln und Wickede. Es existieren dazu mehrere Beschlüsse. Darauf weist nun die SPD im Stadtbezirk Brackel hin.

„Es gibt keine Gründe mehr, mit der Sanierung zu warten“

Nachdem die Stadtverwaltung bisher damit argumentiert habe, zunächst diverse andere Baustellen im Umfeld abwarten zu wollen, bevor sie den Radweg in Angriff nehmen wolle, gebe es nun keine Gründe mehr, weiter zu warten. Anna Spaenhoff und Fabian Erstfeld, beide Kandidaten der SPD für die Kommunalwahl im September, haben die Strecke in ihren Wahlkreisen unter die Lupe genommen.

Sturzgefahr auf Radweg zwischen Asseln und Wickede - SPD beklagt kastastrophalen Zustand

Angstgegner Straßenbahn - da wird der Radweg lieber mitgenutzt. © SPD

Fabian Erstfeld: „Der Radweg ist in einem katastrophalen Zustand, an manchen Stellen treffen die Asphaltdecken mehrerer Baumaßnahmen zusammen, alles schief und uneben und die Markierungen sind teilweise nicht wieder hergestellt worden.“ Dadurch werde der Radweg an vielen Stellen zugeparkt, denn auch die markierten Parkstände sind nicht mehr zu erkennen. Sogar ein Kanaldeckel mit den Rillen parallel zur Fahrtrichtung sei dabei entdeckt worden. Anna Spaenhoff: „Auch die Absenkungen an den Querstraßen sind beim Darüberfahren mit ungefederten Fahrrädern eine Tortur.“ Auf Kritik der beiden stieß auch der Zuschnitt der Parkboxen. Heutige Autos seien deutlich breiter, daher stehe ein Teil der Wagen immer auf dem Radweg.

Sturzgefahr auf Radweg zwischen Asseln und Wickede - SPD beklagt kastastrophalen Zustand

Gefährlich für Radfahrer: ein Gullydeckel, in dessen Rillen sich die Räder leicht verfangen können. © SPD

Auffällige Bodenmarkierung wird gewünscht

Eine deutliche Veränderung soll es an der breiten Grundstückszufahrt des Netto-Marktes geben. Ein andersfarbiger Belag oder eine besonders auffällige Bodenmarkierung soll auf querende Radfahrer aufmerksam machen, wenn wegen des starken Hellweg-Verkehres sehr schnell eingefahren wird. Auch versperren wartende Fahrzeuge bei der Ausfahrt oft den gesamten Geh- und Radweg.

Begleitet wurden die beiden SPD-Politiker von Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka, auch er kritisiert den augenblicklichen Zustand. „Wenn demnächst auf dem Wallring ein erstklassiger Fahrradweg entsteht, werden sich Radfahrer aus der Innenstadt bei uns fühlen wie weiland BRD-Autofahrer jenseits von Helmstedt auf der holprigen DDR-Transitstrecke.“

Sturzgefahr auf Radweg zwischen Asseln und Wickede - SPD beklagt kastastrophalen Zustand

In keinem guten Zustand ist die Asphaltdecke des Radweges an vielen Stellen. © SPD

Die SPD im Stadtbezirk Brackel hat inzwischen ihr Konzept zur Verkehrswende diskutiert. Wichtiger Baustein ist dabei die Attraktivitätssteigerung des Fahrradverkehrs. Und der Hellweg sei für die Sozialdemokraten als schnelle und steigungsarme Verbindung in die Ortskerne bis in die Innenstadt unverzichtbarer Bestandteil der Radwege-Planungen. Wichtige Schritte dahin seien bereits eingeleitet worden. So soll die Stadtbahn in Wickede zweigleisig ausgebaut werden wie in Asseln. Wie dort, soll der gewonnene Raum für sichere Rad- und Gehwege genutzt werden.

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