Rewe, Edeka, Aldi und Co.: „Wir sind und bleiben vorsichtig mit Corona“

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Die Supermärkte im Dortmunder Westen reagieren mit Gelassenheit auf die steigenden Corona-Zahlen. Nur eine Kette denkt derzeit über den Einsatz von Security-Kräften nach.

Huckarde, Lütgendortmund, Mengede

, 14.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Infektionszahlen klettern in Dortmund weiter nach oben. Am Dienstag (13.10.) sind 54 neue positive Testergebnisse hinzugekommen. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt damit derzeit bei 38,9 und somit im Bereich der Warnstufe „orange“. Von dem Risikogebiets-Status ist die Stadt nicht mehr weit entfernt.

Neue Maßnahmen wie das Tragen von Alltagsmasken in Fußgängerzonen sollen dem weiteren Anstieg der Infektionszahlen entgegenwirken. Schlägt sich das auch auf die Regeln in den Supermärkten im Dortmunder Westen nieder? „Nein“, sagt Rewe-Pressesprecherin Annika Amshove auf Anfrage der Redaktion.

Derzeit setze Rewe in den neun Märkten in Lütgendortmund, Huckarde und Mengede sowie bei Rewe Mankel in Dorstfeld weiter auf die bisherigen Maßnahmen wie die Maskenpflicht und das Einhalten des Mindestabstandes. Zumal Supermärkte laut Annika Amshove „keine tragende Rolle“ im Infektionsgeschehen spielen.

Sicherheitsmaßnahmen bei Rewe und Edeka

„Dies kann als starkes Indiz dafür gesehen werden, dass die gegenwärtigen Infektionsschutzmaßnahmen in den Märkten greifen“, sagt sie. Dazu gehören im Rewe Nolte in Marten beispielsweise die Maskenpflicht und die Reduzierung der Kundenanzahl.

„Wir sind und bleiben vorsichtig mit Corona“, sagt Markt-Inhaberin Katharina Nolte. „Ohne Maske kauft bei uns keiner ein. Wir machen ständig alles sauber. Es dürfen außerdem maximal 75 Kunden im Laden sein, die Einkaufswagen sind abgezählt.“

Die Supermärkte im Dortmunder Westen setzen vor allem auf Maskenpflicht und Abstand halten. An den Kassen kommen weiterhin Plexiglas-Trennwände zum Einsatz. (Symbolbild)

Die Supermärkte im Dortmunder Westen setzen vor allem auf Maskenpflicht und Abstand halten. An den Kassen kommen weiterhin Plexiglas-Trennwände zum Einsatz. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Rund um die Weihnachts-Feiertage werde womöglich auch wieder eine Einkaufswagen-Pflicht eingeführt. Die ist bei Edeka Nüsken nicht nötig. „Wir haben eine automatische Zähleinrichtung“, erklärt Yannic Nist aus dem Markt in Huckarde.

Circa 160 Kunden dürfen derzeit zeitgleich im Markt einkaufen. Wird die Grenze überschritten, werden die Mitarbeiter über Bild- und Tonsignale umgehend benachrichtigt, um keine weiteren Kunden einzulassen. „Wer nur ein Teil einkaufen möchte, muss bei uns keinen Wagen nehmen, aber natürlich trotzdem wie alle anderen auch eine Maske tragen und Abstand halten.“

Regeln bleiben gleich

Die Corona-Regeln in dem Markt an der Roßbachstraße seien seit Beginn der Corona-Krise gleich geblieben, eine Verschärfung sei derzeit nicht geplant. Auch bei der Discounter-Kette Aldi, die insgesamt sieben Märkte in Lütgendortmund, Huckarde, Mengede und Dorstfeld hat, zeigt man sich zufrieden mit den derzeit geltenden Regeln.

„Bereits zu Beginn der Ausbreitung der Corona-Pandemie haben wir für alle Märkte im gesamten Aldi Nord Gebiet und damit auch im Dortmunder Westen umfangreiche Hygienekonzepte zum Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter umgesetzt“, erklärt ein Aldi-Sprecher auf Anfrage.

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In allen Aldi-Märkten werden Hygiene- und Reinigungspläne fortlaufend überprüft und angepasst. Das umfasse auch die regelmäßige Desinfektion von Einkaufswagen und wichtigen Kontaktflächen. Zudem sei die Einkaufswagen- und somit auch die Kundenzahl beschränkt.

Im Schnitt dürfen sich bis zu 80 Kunden in den Märkten im Dortmunder Westen aufhalten. Eine Einkaufswagenpflicht bestehe nicht in allen, aber in den meisten Märkten. „Für zusätzliche Security-Mitarbeiter am Eingang besteht inzwischen kein Bedarf mehr“, sagt der Sprecher.

Alle Supermärkte bleiben flexibel

Aldi prüfe allerdings, ob in Zeiten des starken Andrangs wie beispielsweise zu den Feiertagen, wieder Security-Mitarbeiter am Eingang eingesetzt werden müssen, um die Lage vor Ort zu regeln.

Alle Supermarkt-Betreiber bleiben zudem flexibel, was die Vorgaben der Bundes- und Landespolitik angeht, um jederzeit auf neue Regelungen eingehen zu können. In der Regel weisen darüber hinaus alle Supermärkte in Aushängen am Eingang auf die aktuell geltenden Regeln hin.

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