Supermarkt-Ansturm vor dem Feiertag: „Habe mir Fleisch vakuumieren lassen“

hzTag der Deutschen Einheit

Am Samstag ist Tag der Deutschen Einheit. Viele Dortmunder wollen vor dem Feiertag noch schnell Lebensmittel einkaufen. Die Supermärkte haben sich darauf vorbereitet.

von Antonia Telgmann

Dortmund

, 02.10.2020, 16:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 3. Oktober ist Tag der deutschen Einheit. Feiertag. Die Supermärkte haben geschlossen. Supermärkte und andere Lebensmittelhändler müssen mit einem erhöhten Ansturm rechnen - wohl vor allem am Nachmittag.

Supermarktansturm soll vermieden werden

Allerdings sieht Markus Kaluza vom Einzelhandelsverband Dortmund dem erwarteten erhöhten Andrang entspannt entgegen. Zusätzliches Personal sei in den Läden im Voraus eingeplant worden. Um einen großen Ansturm zu vermeiden bittet Markus Kaluza die Kunden dennoch darum die volle Brandbreite der Öffnungszeiten zu nutzen.

Eine Mitarbeiterin der Rewe-Filiale in der Innenstadt Nord vermutet bei sich keine besonderen Einkaufs-Spitzen. Sie haben bis 24 Uhr geöffnet. Wer also schnell noch was besorgen muss, kann dort mit offenen Türen rechnen.

Vakuumiertes Fleisch für die Essensplanung

Monika Radtke war bewusst schon Donnerstag einkaufen. „Mein Fleisch habe ich gestern schon vakuumieren lassen, für Sonntag.“ „Es wäre die Hölle gewesen, heute ein Tag vorher einkaufen zu gehen. Ich hätte es heute in meiner Mittagspause alles besorgen müssen.“

Max Liebl ist am Freitag auf dem Wochenmarkt einkaufen. „Ich bin gelassen“, sagt Liebl, „aber wenn ein Feiertag wie jetzt, aufs Wochenende fällt, kann ich mir vorstellen, dass ihn sehr viele vergessen und dann schnell noch einkaufen gehen.“ Seine Begleiterin Daniela Kuntke zählt da offenbar zu. Ihr sei der Feiertag auch erst am Freitag bewusst geworden, wirft sie ein.

Auch die Dortmunderin Andrea Kahlert erinnerte erst das Radio an den Tag der Deutschen Einheit. Doch sie nimmt es gelassen und sagt, dann kaufe sie eben heute ein.

Einkaufsgedränge in Corona Zeiten

Markus Kaluza erklärt, Feiertage kenne man ja schon von früheren Jahren und die Supermärkte seien darauf vorbereitet. Doch eins ist neu: Es ist kein normaler Feiertags-Samstag. Es ist der erste in der Corona-Pandemie - zwei Tage nach einem Rekord der aktiven Corona-Fälle in Dortmund.

Bezüglich der Hygienemaßnahmen in Supermärkten sei Corona „natürlich eine riesen Herausforderung“, beschreibt Markus Kaluza. Aber das Virus sei nichts Neues mehr. Die Schutzmaßnahmen seien getroffen worden. Laut dem Referatsleiter sei der Einzelhandel auch kein Hotspot für Infektionen.

Vor einer erhöhten Ansteckungsgefahr beim Einkaufen hat die Dortmunderin Andrea Kahlert keine Angst. „Wenn jeder seine Maske trägt, ist auch das Einkaufen in volleren Supermärkten, am Vorfeiertag, kein Problem.“ Sie hat sich entschieden heute Abend einkaufen zu gehen.

2021 noch mehr Wochenendfeiertage

Nächstes Jahr fallen 5 Feiertage auf die Wochenenden. Darunter der Tag der Arbeit am 1. Mai, aber auch der erste und zweite Weihnachtsfeiertag. Das sei kein Problem, sagt Markus Kaluza. „Auch mit den Feiertagen kommen wir immer ungefähr auf 301-306 Öffnungstage im Jahr.“ Wenn ein Samstag wegfällt, dann verteile sich normalerweise ein Teil des Umsatz auf die anderen Tage. Bei Feiertagen könnte sich der Umsatz von Tag zu Tag verschieben.

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