Suppen-Fabrik gibt wegen des Coronavirus auf: 6 Filialen geschlossen

hzInsolvenz

Traurige Nachricht für alle Suppenfreunde: Die Filialen der Suppen-Fabrik in der Saarland- und Kaiserstraße werden wohl auch nach der Coronavirus-Krise nicht so schnell wieder öffnen.

Kaiserstraßenviertel, Saarlandstraßenviertel

, 01.04.2020, 11:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Suppen-Fabrik mit zwei Standorten in Dortmund schließt. Die Coronavirus-Krise hat dem Unternehmen endgültig das Genick gebrochen. Durch die massiven Einschränkung habe sich die finanzielle Situation derart zugespitzt, dass sich die Inhaber gezwungen sahen, die Reißleine zu ziehen. Seit dem 24. März bleiben alle sechs Filialen geschlossen.

„Leider müssen wir euch mitteilen, dass wir heute einen Rechtsanwalt damit beauftragt haben einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit zu stellen“, schreiben die Inhaber Pascal Dürr und Martin Strauch am 24. März auf ihrer Facebook-Seite.

Sechs Filialen sind geschlossen

Neben den beiden Ladenlokalen in der Dortmunder Innenstadt bleiben zwei weitere in Essen, eines in Bochum und eines in Münster zu.

Am zweiten Dortmunder Standort in der Saarlandstraße machte der Suppen-Fabrik zusätzlich die Dauer-Baustelle zu schaffen.

Am zweiten Dortmunder Standort in der Saarlandstraße machte der Suppen-Fabrik zusätzlich die Dauer-Baustelle zu schaffen. © Archiv

Die Betroffenheit im sozialen Netzwerk ist groß. Viele Kommentare betrauern die Insolvenz des Suppenanbieters. „Was mache ich bloß ohne eure westfälische Linse“, schreiben sie, bedanken sich für „vielfältige Genüsse“ und fragen „Was soll ich denn jetzt machen?“

Jetzt lesen

Täglich frische Eintöpfe, Suppen und Currys aus frischen Zutaten ohne künstliche Zusatzstoffe hatte die „Fabrik“ im Angebot, darunter immer auch vegetarische und vegane Gerichte.

Das Konzept „kein Schnickschnack“ hielten die Suppen-Fabrikanten auch bei Angebot, Einrichtung und Service durch. Dazu gehörte eine übersichtliche Karte, einfache Ausstattung und zügige Bedienung, die Kunden vor allem für die schnelle Mittagspause zu schätzen wussten.

Suppen-Fabrik geht das Geld aus

Das Aus für die sechs Stationen des 2010 gegründeten Unternehmens kam jetzt schnell und gleich zu Beginn der Coronavirus-bedingten Einschränkungen.

„Aufgrund der ausbleibenden Gäste und damit natürlich fehlenden Umsätzen, sind wir nicht mehr in der Lage alle Verbindlichkeiten zu bedienen“, so die Suppen-Fabrikanten. „Daher ist dieser Schritt für uns Inhaber unvermeidlich und soll dabei helfen, zu retten was noch zu retten ist.“ Die Entscheidung darüber, ob die Suppen-Fabrik nach Ende der Krise wieder öffnen kann, liege nun nicht mehr allein in ihren Händen.

Jetzt lesen

Eigentlich könnte die Suppen-Fabrik in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen feiern. Das erste Suppen-Restaurant eröffneten Pascal Dürr und Martin Strauch an der Kaiserstraße 43. „Wir hatten für die nächste Dekade bereits einige Ideen im Köcher“, bedauern die beiden.

Zum Trost für alle Fans hatten die Suppen-Experten Ende März zu einem Fenster-Verkauf eingeladen, um Liebhaber ihrer Suppen und Eintöpfe ein letztes Mal mit ihren Gerichten zu versorgen und die Bestände aufzulösen.

Dürr und Strauch hoffen aber, dass es nach der Krise auch für sie und ihre Suppen-Fabrik irgendwie weitergeht, auch im Saarlandstraßen- und Kaiserviertel.

Lesen Sie jetzt