Tägliche Kurden-Demos mitten in der City angekündigt

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Täglich wollen bis zum 18. Oktober Kurden gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien demonstrieren. Die Dortmunder Kundgebungen finden an einem prominenten Platz in der City statt.

Dortmund

, 15.10.2019, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von Dienstag (15.10.) bis Freitag (18.10.) werden jeweils abends erneut mehrere hundert Kurden in Dortmund gegen die Offensive des türkischen Militärs im Norden Syriens demonstrieren. Laut Polizei Dortmund seien entsprechende Kundgebunden für das Umfeld der Reinoldikirche angemeldet worden.

Jeweils abends von 18.30 bis 20 Uhr wollen die Kurden an der Nordseite der Reinoldikirche, also auf der Kampstraße, gegen den Einmarsch der türkischen Truppen in Nordsyrien demonstrieren. Das Militär kämpft dort in einer autonomen Kurden-Region gegen die YPG-Miliz, die von der türkischen Regierung als Terrororganisation angesehen wird. Die Miliz hat am Kampf gegen den IS mitgewirkt und wurde dafür auch von Deutschland und anderen westlichen Staaten unterstützt.

Großer Demonstrationszug

Bereits am vergangenen Freitag (11.10.) hatten knapp 1000 Kurden gegen den türkischen Einmarsch demonstriert. Sie waren von der Gedenkstätte Steinwache über den Wall zur Kampstraße gezogen. Zeitweise kam deshalb auch der Verkehr auf dem Wall zum Erliegen.

Auch in anderen deutschen Städten sind in den kommenden Tagen kurdische Demonstrationen geplant. Eine Reihe großer Demonstrationen, unter anderem in Köln, ist für Samstag (19.10.) angekündigt.

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