Kultur leidet unter Corona: Zwischen Katastrophe und Verständnis

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Künstler gehören zu denen, die finanziell besonders hart von der Corona-Pandemie getroffen werden. So wie Tanja Moszyk. Trotz der „Katastrophe“ zeigt sie auch Verständnis.

Eichlinghofen

, 20.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Worte klingen wie eine Vorahnung: „Ein paar Kids langweilen sich in den Ferien. Es ist nichts, es ist wirklich überhaupt nichts los.“ Mit diesen Sätzen leitet Tanja Moszyk ihre Ankündigung für einen Filmkurs für Jugendliche in den Osterferien ein. Der ist wegen Corona gestrichen.

Das vorerst gültige Verbot aller Veranstaltungen sei eine „absolute Katastrophe“, sagt die Künstlerin, die ihr Atelier am Stortsweg in Eichlinghofen hat. „Im Prinzip fällt das weg, wovon wir leben.“

Schon vor den Verfügungen und Erlassen von Land und Stadt hat Moszyk die Auswirkungen von Corona zu spüren bekommen.

Schon vor den Verboten war Corona zu spüren

Für den 12. und 13. März hatte sie in ihrem Atelier „Anschnitt“ eine zweitägige Veranstaltung geplant. Weil am Donnerstag aus Angst vor Corona niemand gekommen war, machte sie am Freitag gar nicht erst auf.

Eigentlich sieht es im Atelier Anschnitt so aus – wie hier bei einer Ausstellungseröffnung im Februar 2018.

Eigentlich sieht es im Atelier Anschnitt so aus – wie hier bei einer Ausstellungseröffnung im Februar 2018. © Rüdiger Barz (Archiv)

Für sie als sogenannte Solo-Selbstständige sei das Einkommen nun vorerst gestrichen. „Ich kann die Maßnahmen aber absolut verstehen und bedauere alle Berufsgruppen, die auch darunter leiden“, sagt Moszyk.

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„Sehr positiv ist, dass sich viele Gedanken über Hilfe machen.“ Seien es Gewerkschaften oder Vertreter aus dem Kulturbereich. „Sie versuchen alle, was zu regeln.“ Klar ist aber auch: „Ein Kredit hilft mir nicht.“ Der sorgt neben den bestehenden Einnahmeausfällen nur für Schulden.

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