TSC Heaven and Hell will kranken und behinderten Kindern eine Freude machen

hzTSC Heaven and Hell

Kinder mögen Cinderella, die Schöne und das Biest oder die Disneyfigur Olaf. Und genau diese Figuren wollen nun kranke oder behinderte Kinder besuchen, um ihnen eine Freude zu machen.

Brackel

, 24.05.2019, 09:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der TSC Heaven and Hell, ein Tanzsportclub am Brackeler Hellweg, macht allen Institutionen für Kinder mit Behinderungen oder kranken Kindern ein neues Angebot. Verkleidet als Fantasiefiguren wie die Schöne und das Biest, Cinderella, Rapunzel oder auch Olaf aus der Disney-Produktion „Die Eiskönigin - Völlig unverfroren“ kommen einige Mitglieder kostenlos in die Einrichtungen, um den Kindern eine schöne Zeit zu bescheren. „Ich selbst habe zwei gesunde Kinder“ sagt Vorstandsmitglied Svenja Cotte (37), „doch was ist mit den Kindern, die krank oder behindert sind? Dieser Gedanke brachte uns auf die Idee, für sie etwas zu tun.“

TSC Heaven and Hell will kranken und behinderten Kindern eine Freude machen

In Märchenkostümen wollen die Vereinsmitglieder kranke oder behinderte Kinder besuchen, hier: die Schöne und das Biest. © TSC Heaven and Hell

Gerade die Disneyfigur Olaf komme bei den Kindern enorm gut an. Immer wenn Detlef Vollmari in das warme Kostüm schlüpft, seien die TSC-Kinder total aus dem Häuschen. Svenja Cotte denkt etwa an das Kinderhospiz, das sie und ihre Mitstreiter besuchen können, oder auch die Malteser. Wer sich angesprochen fühlt, möge mit ihr Kontakt aufnehmen: Tel. 0176-80190409 oder E-Mail info@tsc-heaven-and-hell.de.

TSC Heaven and Hell will kranken und behinderten Kindern eine Freude machen

Der TSC Heaven an Hell bietet viele Tanzkurse für junge und ältere Tänzer an. © Andreas Schröter

Der Club existiert seit 2006 und macht Tanzbegeisterten von drei Monaten bis 99 Jahren jede Menge Kursangebote wie Eltern-Kind-Tanzen, Hip-Hop, Zumba, Tanz-Dich-Fit 60+, Pole-Dance (ab 18), Fat-Burner und vieles mehr. Zunächst fanden diese Kurse in verschiedenen Turnhallen der Umgebung statt - zum Beispiel auch im Balou, seit 2012 hat der Verein eigene Räume am Brackeler Hellweg 43-45 (zu erreichen über den Eingang Wieckesweg).

TSC Heaven and Hell will kranken und behinderten Kindern eine Freude machen

Dieses Graffito am Wieckesweg weist auf die Räume des Tanzvereins hin. © Andreas Schröter

Zunächst sei es schwierig gewesen, dafür die Miete aufzubringen, berichtet Svenja Cotte, die auch die B-Lizenz als Trainerin besitzt, aber dann hätten die Trainer eine zeitlang auf ihr Honorar verzichtet, und so sei es dem Verein etwa ab 2014 gelungen, sich finanziell auf gesunde Füße zu stellen. In den Räumen war früher ein Fahrradladen untergebracht.

Einige der 265 TSC-Mitglieder haben mit viel Eigeninitiative den Tanzboden verlegt, einen riesigen Spiegel angebracht und die Räume so hergerichtet, dass man darin tanzen kann. „Schade ist, dass man uns vom Hellweg aus nicht gut sehen kann“, sagt Svenja Cotte, „wir sind immer noch ein Geheimtipp und leben von Mund-zu-Mund-Propaganda.“

Svenja Cotte selbst, die Kinder im Alter von einem Jahr und sechs Jahren hat, ist jeden Tag im Verein. „Es war immer mein Traum, eine Tanzschule zu besitzen“, sagt sie, daraus sei nichts geworden, weil sie als Steuerfachangestellte arbeite, aber der TSC Heaven and Hell komme dem alten Traum ja immerhin sehr nahe.

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