Tempo 30 an der Wannestraße gekippt

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen

Riesenerfolg für drei Anwohner der Wannestraße in Syburg: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat am Dienstag ihrer Klage gegen die Stadt Dortmund stattgegeben. Demnächst gilt in der Anliegerstraße also wieder Tempo 50 statt Tempo 30.

BUCHHOLZ

07.02.2017, 13:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seit 2013 gilt auf der Wannestraße Tempo 30. Jetzt kämpften die Anwohner erfolgreich für Tempo 50.

Seit 2013 gilt auf der Wannestraße Tempo 30. Jetzt kämpften die Anwohner erfolgreich für Tempo 50.

Die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit hatte die Stadt Ende 2013 angeordnet, nachdem sich ein gerade zugezogener Hausbesitzer gemeldet hatte. Nach Rücksprache mit der Polizei stellte die Stadt damals „zum Schutz der Fußgänger und Radfahrer an den Wochenenden“ Tempo-30-Schilder auf.

Während sich der eine Hausbesitzer freute, liefen seine Nachbarn gegen die Entscheidung Sturm. „Uns hat vor allem die Art und Weise gestört, wie mit uns umgegangen wurde“, sagten sie im Verwaltungsgericht. Die Stadt hätte ja wenigstens mal fragen können, ob alle Tempo 30 vor ihrer Haustür wollten.

Nach Ansicht der Richter hatten die Mitarbeiter im Tiefbauamt allerdings einen ganz anderen Fehler gemacht. Sie hatten die Reduzierung angeordnet, ohne die dafür erforderliche „besondere Gefährlichkeit“ der Situation an der Wannestraße zu belegen. Tatsächlich hatte eine Verkehrszählung 2015 ergeben, dass täglich gerade einmal rund 400 Autos durch die Anliegerstraße fahren. Unfälle hat es noch keine gegeben. Und die angeblich so vielen Radfahrer und Fußgänger sind bisher nicht ein einziges Mal gezählt worden.

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