Tempo 30 auf der Ruhrallee beginnt bald - Stadt rechnet mit Staus

Starttermin steht fest

Dass auf der Ruhrallee eine Tempobegrenzung auf 30 km/h kommen soll, war schon länger klar. Jetzt steht auch fest, wann es losgeht. Die Stadt rechnet mit Staus und kündigt Kontrollen an.

Dortmund

17.04.2020, 12:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf der Ruhrallee in Dortmund gilt zwischen B1 und Wall schon bald nur noch Tempo 30.

Auf der Ruhrallee gilt zwischen B1 und Wall schon bald nur noch Tempo 30. © Oliver Schaper (Archiv)

Damit die Stadt Dortmund um mögliche Diesel-Fahrverbote herum kommt, musste sie Alternativen vorstellen. Die Umweltspur auf der Brackeler Straße ist eine davon und mittlerweile auch geöffnet, jetzt folgt als nächster Schritt Tempo 30 auf der Ruhrallee.

Wie die Stadt am Freitag mitteilt, gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen B1 und Wall in beiden Richtungen ab dem 24. April (Freitag).

Auch die Ampelschaltung wird angepasst. Im Kreuzungsbereich Ruhrallee/Rheinlanddamm (B1) bekommt die Fußgängerampel eine sogenannte „Pförtner“-Funktion, die die Verkehrsmenge drosselt.

Eine Ampel wird ab sofort länger rot bleiben

Diese Anlage sei laut Stadt so programmiert, dass sie zukünftig weniger Grün-Zeit für den Verkehr in Richtung Innenstadt zeigt. Dadurch wird die Menge an Autos auf der Strecke in die Innenstadt verringert.

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Ziel der Maßnahme sei es, den Verkehr auf der Ruhrallee zwischen B1 und Wall um rund 20 Prozent zu reduzieren. „Dass sich durch diese drosselnde Pförtner-Maßnahme der Rückstau südlich der B1 auf der B54 in Fahrtrichtung stadteinwärts - zumindest in der Anfangsphase der Einführung - verlängern wird, muss leider in Kauf genommen werden“, heißt es von der Stadt.

Um möglichen Unfällen an einem Stau-Ende vorzubeugen, wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der B54 bereits in Höhe der Konrad-Adenauer-Allee beziehungsweise dem Rombergpark reduziert – und zwar von 80 km/h auf zunächst 60, dann 50 und schließlich 30.

Stadt kündigt Geschwindigkeitskontrollen an

Gleichzeitig kündigte die Stadt in ihrer Mitteilung an, dass sowohl Ordnungsamt als auch Polizei mobile Geschwindigkeitskontrollen durchführen werden - zusätzlich zur dauerhaften Kontrolle durch den festen Blitzer in Richtung City. „Das ist erforderlich, weil die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen sich nur dann umgewöhnen, wenn eine Regel kontrolliert wird.“

Hintergrund für die Temporeduzierung auf der Ruhrallee ist ein Vergleich, den das Land Nordrhein-Westfalen mit dem Verein Deutsche Umwelthilfe geschlossen hat. Diese hatte wegen zu hoher Stickstoffdioxid-Werte geklagt. Betroffen sind mehrere Städte in NRW - darunter auch Dortmund.

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Nach der Umweltspur auf der Brackeler Straße und dem Durchfahrtsverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen auf der B1 ist die Ruhrallee das dritte in Dortmund umgesetzte Projekt.

Bereits seit Jahren wird der Grenzwert für Stickstoffdioxid an der Messstelle Ruhrallee überschritten, so die Stadt. Sie wolle mit der Maßnahme die Gesundheit der Anwohner schützen. „Da der Kraftfahrzeugverkehr die größte Ursache für die Überschreitung des Stickstoffdioxid-Grenzwertes darstellt, müssen die Maßnahmen auch dort ansetzen.“

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