Zugang verbaut: Traditionsgeschäft am Hansaplatz leidet unter Baustellen

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Am Hansaplatz wird dieser Tage viel gewerkelt. Neben dem Aufbau des Weihnachtsbaumes werden auch neue Leitungen verlegt. Mittendrin der Teppichladen Azad – zum Leidwesen des Geschäftsführers.

Dortmund

, 21.10.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine riesige Baustelle zieht sich über die gesamte Brauhausstraße und Teile der Balkenstraße in der Dortmunder City. Wer aus dem Hansa Carré kommt und seine Shopping Tour in Richtung des Hansaplatzes fortführen möchte, muss erst einmal ganz um die Baustelle herumlaufen. Ein Weg von wenigen Sekunden wird so zur minutenlangen Wanderung.

Anfang Oktober haben die Bauarbeiten dort begonnen. Hier werden neue Heißwasserleitungen für die Fernwärmezufuhr verlegt. „Die Baustelle ist Teil des Projektes Innenstadt-Süd“, sagt Jana-Larissa Marx, Sprecherin der DEW21. „Auch in der Wißstraße und Silberstraße wird deswegen gerade gebaut.“

Kunden finden kaum noch Eingang zum Teppichladen

Eingeschachtelt von den Bauzäunen ist das Teppichfachgeschäft Azad. Seit mehr als 60 Jahren verkauft die Familie Azad in Dortmund Orientteppiche und Möbel. Vor 40 Jahren ist das Geschäft in das Gebäude am Hansaplatz eingezogen.

Seit etwa zwei Wochen blickt Geschäftsführer Ali Dashti nun schon auf die Bauzäune und Bagger vor seinem Laden: „Die Baustelle ist geschäftsschädigend hoch drei.“

Ali Dashti ist Geschäftsführer des Teppichgeschäfts Azad und leidet unter der Baustelle vor seiner Ladentür.

Ali Dashti ist Geschäftsführer des Teppichgeschäfts Azad und leidet unter der Baustelle vor seiner Ladentür. © Anne Schiebener

Denn viele Kunden finden kaum noch den Eingang zu seinem Geschäft. „Letzte Woche stand direkt vor der Tür ein großer Lkw“, sagt Dashti. „Wie sollen die Leute da reinkommen?“ Auch die Vorfahrt mit dem Auto ist zurzeit fast unmöglich. Und somit auch das Verladen großer Teppiche oder Möbel.

Zudem haben nun die Aufbauarbeiten für den großen Weihnachtsbaum begonnen, der jedes Jahr im Winter auf dem Hansaplatz leuchtet. „Jetzt werden wir von allen Seiten zugesperrt“, sagt der Geschäftsführer. „Gerade jetzt, wo das Weihnachtsgeschäft anfängt.“

Wer aus der östlichen Richtung kommt, muss einmal ganz um die Baustelle herumlaufen. Was sonst wenige Sekunden dauert, braucht jetzt mindestens zwei Minuten. „Junge Leute achten da vielleicht nicht so drauf“, sagt Ali Dashti. „Aber die älteren Leute wollen den Umweg nicht gehen.“

Horror-Baustelle könnte nächstes Jahr wiederkommen

Mitte November soll die Baustelle verschwunden sein, damit es zu keinen Beeinträchtigungen für den Weihnachtsmarkt kommt. Ungeahnte Probleme wie etwa das Finden von Bodendenkmälern könnten jedoch den Baustellenverlauf beeinflussen.

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„Dann müssen wir eventuell Anfang des Jahres noch einmal tätig werden“, sagt Jana-Larissa Marx von DEW21. Sie sei jedoch optimistisch, dass das nicht der Fall sein wird. „Wir müssen uns jetzt gedulden, bis es fertig ist“, sagt Geschäftsführer Ali Dashti dazu.

Ein Tipp aus der Redaktion: Eine Abkürzung durch Karstadt Sports spart etwa die Hälfte der Zeit.

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