Theo Stoltenberg ist tot: Die Kaiserstraße hat eines ihrer bekanntesten Gesichter verloren

Menschenfreund und italienischer Ritter

Für Freunde war die Nachricht ein Schock: Theo Stoltenberg, nicht nur im Kaiserstraßenviertel wegen seines schillernden Auftretens bekannt, ist tot. Er ist am Dienstag gestorben.

Dortmund

, 07.11.2019, 18:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Theo Stoltenberg ist tot: Die Kaiserstraße hat eines ihrer bekanntesten Gesichter verloren

Theo Stoltenberg ist tot. © Dieter Jaeschke (Archivbild)

In der Kaiserstraße war Theo Stoltenberg bekannt „wie ein bunter Hund“. Wo der 78-Jährige Pensionär auftauchte, verbreitete er gute Laune – nicht nur wegen seiner auffälligen Kleidung und seinem großen Schnauzbart. Er war ein sehr freundlicher, zugewandter Mensch. Theo Stoltenberg war nicht zuletzt auch wegen seines sozialen Engagements sehr beliebt.

Der 78-Jährige wurde mitten aus dem Leben gerissen. Er starb am Dienstag (5. November) in der Nacht zu Mittwoch nach kurzer Krankheit.

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Generationen von Schülern haben bei ihm am Aufbaugymnasium und später an der Gesamtschule Brünninghausen Italienisch gelernt. Er bildete am Dortmunder Studienseminar auch Referendare für dieses Fach aus.

Stoltenberg hat für Italien und seine Kultur gebrannt. Die Motorhaube seines Twingos zierte groß die italienische Flagge. „Wenn ich damit vorfahre, glauben viele, der Pizzabote sei gekommen“, scherzte er gern.

Stoltenberg war „Ritter der Republik Italien“

Stoltenberg wurde 2005 mit der Verleihung des Cavaliere-Ordens, zum „Ritter der Republik Italien“. In diesem Jahr erhielt er den Bundesverdienstorden für sein ehrenamtliches Engagement.

Er arbeitete für die Telefonseelsorge, bot sich auf der Palliativstation des Johannes-Hospitals als Gesprächspartner an, brachte Flüchtlingen Deutsch bei. Nicht nur Freunde trauern um Theo Stoltenberg.

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