Tod eines 16-Jährigen: Wie oft passieren Fußgänger-Unfälle mit Stadtbahnen?

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Ein 16-Jähriger wurde unlängst von einer Stadtbahn am Hafen erfasst und eingeklemmt. Er starb im Krankenhaus. Wie oft passieren Unfälle mit Bahnen und Fußgängern in Dortmund?

von Julien März

Dortmund

, 13.08.2020, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein 16-jähriger Dortmunder ist nach einem Unfall mit einer Straßenbahn gestorben. Der Jugendliche wurde am späten Donnerstagabend (6.8.) am Hafen von einer Stadtbahn erfasst und eingeklemmt. Er starb später im Krankenhaus.

Der Jugendliche hatte versucht einem Bahnübergang nahe der Arnoldstraße zu überqueren. Der Fahrer habe den Zeugenangaben zufolge noch das Warnsignal betätigt und gebremst, den Zusammenstoß konnte er allerdings nicht mehr vermeiden. Er erlitt einen schweren Schock.

Mitgefühl und lückenlose Aufklärung

Hubert Jung, DSW21-Verkehrsvorstand, sagt: „Wir sind in Gedanken bei den Eltern und Angehörigen, denen ich im Namen von DSW21 unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen möchte. Selbstverständlich werden wir die Ermittlungsbehörden vollumfänglich dabei unterstützen, den Unfallhergang lückenlos aufzuklären.“

Professionelle Betreuung

Solche schweren Unfälle seien auch für die Fahrer nur schwer zu verkraften.

Deshalb gebe es bei schweren Unfällen ein professionelles Betreuungsszenario. Für die betroffenen Fahrer gebe es direkt nach dem Unfall eine Betreuung durch speziell geschulte Erstbetreuer, heißt es von Hubert Jung. „Für eine medizinische und psychologische Betreuung im Anschluss sorgen wir, falls dies nötig ist.“

Unfälle mit Beteiligung von Bahnen und Fußgängern seien zum Glück sehr selten, heißt es weiter. „Im letzten Jahr gab es insgesamt fünf, alle an unterschiedlichen Stellen“, erklärt Hubert Jung. Zum Glück seien dabei letztes Jahr keine Personen ums Leben gekommen. In diesem Jahr sei der Vorfall im Hafen der zweite Unfall mit Personenschaden gewesen.

Vermehrt Unfälle auf bestimmten Stadtbahnlinien

Auch Unfälle mit Pkw und Bahn kommen laut Britta Heydenbluth, Pressesprecherin der DSW21, in Dortmund vor - an bestimmten Stellen häufiger als an anderen. Besonders oft knallt es demnach auf dem Hellweg, auf der Linie U43. Den Grund dafür sieht Heydenbluth darin, dass sich dort die Bahn die Fahrspur mit den Autos teilt.

Außerdem passieren auf den Linien U47, zwischen Aplerbeck und der Westendorfstraße, und U41, zwischen Eving und der Zeche Minister-Stein, immer mal wieder Unfälle. Meistens, weil Autofahrer die Bahn beim Abbiegen übersehen oder seitlich touchieren.

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