Ungewöhnliche Sterbeserie sorgt für traurige Momente in der Dortmunder Lokalpolitik

Politik in Dortmund

Die traurigen Momente in der Bezirksvertretung Aplerbeck häufen sich. Schon wieder ist ein langjähriges Mitglied gestorben und hinterlässt eine große Lücke.

Aplerbeck

, 11.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gedenkminute in der Bezirksvertretung Aplerbeck

Ein leerer Stuhl, ein Namensschild, eine Rose. Wieder begann eine Sitzung der Bezirksvertretung in Aplerbeck mit einer Gedenkminute. © Jörg Bauerfeld

Es wird langsam gruselig. Selbst Verwaltungsstellenleiter Michael Rohde, der eigentlich ein dickes Fell besitzt, muss erst einmal schlucken. Mitten im Saal des historischen Amtshauses, in dem regelmäßig die öffentlichen Sitzungen der Bezirksvertretung Aplerbeck stattfinden, steht ein leerer Stuhl. Eine Rose liegt drauf, daneben ein Namensschild.

Zum dritten Mal innerhalb der vergangenen zehn Monaten ist das nun der Fall. Zum dritten Mal gibt es zu Beginn der Sitzung eine Gedenkminute. Diesmal gilt sie Henning Müller-Späth. Der Politiker, der für die Bürgerliste seinen Platz in der Bezirksvertretung innehatte, starb am 12. Februar nach langer schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren.

Kurze Trauerrede zum Gedenken

Seit 2004 gehörte Henning Müller-Späth der Bezirksvertretung Aplerbeck an. „Jetzt wird es uns sehr fehlen“, sagt Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel in seiner kurzen Trauerrede.

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Eine Rede dieser Art musste er auch schon in der Sitzung im Januar 2020 halten - zum Gedenken an Wilhelm Rössig (SPD). Das Urgestein der Sozialdemokraten starb ebenfalls nach langer schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren.

Die ungewöhnliche Sterbeserie begann im März 2019. Da starb Volker Mais (CDU) im Alter von 57 Jahren. Auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister war schwer erkrankt. Seiner wurde in der Mai-Sitzung 2019 gedacht.

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