Traum-Villa von Ex-BVB-Star Aubameyang ist noch zu haben

hzLuxus pur

Pierre-Emerick Aubameyang war wohl einer der buntesten Paradiesvögel, die beim BVB je vor den Ball getreten haben. Entsprechend hat er residiert - in einer Villa, die alle Maßstäbe sprengt.

Buchholz

, 18.12.2019, 05:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Wer ein echter Autonarr ist, der braucht auch Garagen. Auf dem Grundstück im Dortmunder Stadtteil Buchholz, wo Pierre-Emerick Aubameyang inklusive Familie und Freundeskreis von 2013 bis 2018 zuhause war, gab es denn auch gleich sechs davon. Die stehen seit dem Abgang des Stürmers von Borussia Dortmund zu Arsenal London im Januar 2018 leer.

Genau wie das, sagen wir einmal, üppige Doppelhaus, mit einer Wohnfläche von 875 Quadratmetern, die sich auf 16 Zimmer verteilen und entsprechendem Garten. Und das alles sucht nun einen Nachfolger.

Das, berichtet der Makler Lars Strodmeyer von Strodmeyer Immobilien, ist aber gar nicht so einfach. Die Toplage im ruhigen Buchholz, samt großem Grundstück und einer luxuriösen Ausstattung, müsste eigentlich die Käufer anziehen wie der Honig die Bienen.

Der Preis für Aubameyangs Ex-Haus ist hoch

Ein kleiner Hemmschuh beim Erwerb der Immobilie könnte jedoch der Preis sein. Schlappe 3.870.000 Euro sollen die zukünftigen Käufer auf den Tisch des Hauses legen. Da müsse doch der ein oder andere Interessent kräftig schlucken, sagt Lars Strodmeyer.

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„Es ist eine Immobilie, die den üblichen Rahmen sprengt. Auch über die Grenzen von Dortmund hinaus“, sagt Strodmeyer. „Im Umkreis von 50 Kilometern gehört dies sicher zu den Top-Häusern.“

Das Anwesen ist aus dem Jahr 2002

Ob solche Immobilien jetzt 3,2 oder 3,8 Millionen Euro wert seien, lasse sich gar nicht genau beziffern. Für einen Käufer spiele der Emotionsfaktor eine große Rolle. Der könnte bei der Villa eines früheren BVB-Stars hoch sein. Aber Kaufinteressenten können auch Gebote bei Strodmeyer Immobilien abgeben, die etwas unter dem inserierten Preis liegen.

„Es ist ein ganz besonderes Luxusobjekt“, sagt Lars Strodmeyer, der nach eigenen Angaben seit Mai 2019 mit der Vermarktung der Villa beauftragt ist. Gebaut wurde das Anwesen in einem Meisterjahr der Borussen: 2002. Zwei Gebäudeteile sind es, die von einem riesigen Wellnessbereich verbunden werden.

„Auch bei Leerstand wird der Pool auf 24 Grad gehalten“, sagt Strodmeyer. Die beiden Gebäudeteile seien für eine größere Familie bestens geeignet oder auch für einen Unternehmer, der die Immobilie als Ruhesitz vorsieht.

Traum-Villa von Ex-BVB-Star Aubameyang ist noch zu haben

Ein Foto aus dem Jahr 2013. Pierre-Emerick Aubameyang im BVB-Trikot © picture alliance / dpa

Auba, wie er in BVB-Zeiten genannt wurde, kam in Buchholz auch die gute Verkehrsanbindung zugute. Zum Signal-Iduna-Park brauchte der Gabuner lediglich 15 Minuten, zum Mannschaftshotel des BVB, dem L‘Arrivé, sogar nur 9 Minuten.

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Lediglich bis zum Trainingszentrum nach Brackel sind es laut Navi stolze 27 Minuten. Aubameyangs Bestzeit mit dem Wagen ist unbekannt. Fakt ist, dass sich der Stürmer auch im Winter nicht mit Schneeschippen oder dererlei Dingen auseinandersetzen musste, denn die Zufahrt zum Anwesen ist beheizt.

Fußball-Profis kaufen selten

Über den Besitzer der Super-Immobilie möchte Lars Strodmeyer nicht viel verraten. Aber eines kann der bekennende BVB-Fan Strodmeyer auf jeden Fall sagen: „Es ist sehr selten, dass Fußballprofis kaufen. Erst wenn sie heimisch werden, so wie Sebastian Kehl beispielsweise, werden sie Immobilienbesitzer. Zuvor sind sie meistens Mieter.“

Traum-Villa von Ex-BVB-Star Aubameyang ist noch zu haben

Sicherheit an allen Eingängen. Kein Wunder, bei solch einer Immobilie. © Jörg Bauerfeld

Im Falle von Pierre-Emerick Aubameyang war dies anders – wie so vieles beim Ex-BVB-Star. Jetzt wird also ein neuer Besitzer gesucht. Wer jetzt schon das Geld auf seinen Sparbüchern zusammenzählt, dem sei verraten, dass allein die Nebenkosten (Gebühren, Steuern etc.) mit 458.660 Euro zusätzlich zum Kaufpreis zu Buche schlagen.

Allein der Innenpool verursache sicher monatliche Kosten von zwei klassischen Mietwohnungen, sagt Strodmeyer.

Besichtigungstourismus

Interessenten habe es trotzdem schon gegeben. Wobei bei manch Besichtigungen mehr Schein als Sein gewesen sei. „Sie lernen bei der Vermarktung Leute kennen, das glauben sie gar nicht. Da hört man, dass man gestern noch ein Flugzeug gekauft habe oder ein Haus in Miami, aber da ist nichts dahinter. Und es hat sogar schon eine Art Besichtigungstourismus gegeben. Leute, die einfach nur einmal in so ein Haus wollten.“

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Dem hat Strodmeyer jetzt einen Riegel vorgeschoben. Eine Besichtigung der Immobile ist nur noch möglich mit einem Kapitalnachweis im Vorfeld. „Ich strebe als neuen Besitzer eine Unternehmerklientel an, die aus dem Dortmunder Umfeld kommt. Die ist die klassische Zielgruppe für so ein Haus“, sagt Strodmeyer.

Und vielleicht kommt ja bald mal wieder ein BVB-Profi zufällig bei Lars Strodmeyer vorbei. Er träte dann zumindest in die „Immobilienfußstapfen“ von Pierre-Emerick Aubameyang.

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