Tresor.West: Berühmter Berliner Techno-Club bekommt „Filiale“ in Dortmund

hzEröffnungstermin steht

Nach langem Warten gibt’s Neues zum Techno-Club auf Phoenix-West. Clubkultur-Legende Dimitri Hegemann eröffnet den „Tresor.West“. Jetzt steht fest, wann die ersten Beats pumpen werden.

Dortmund

, 05.11.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit die Idee für den Umbau der ehemaligen Industriehalle auf dem Phoenix-West-Gelände zur Konzert- und Event-Location 2014 öffentlich wurde, gibt es im Hintergrund das Raunen über einen Club im Keller. Recht früh war klar, dass Dimitri Hegemann, Gründer der Berliner Club-Legende Tresor und 63-jähriger Kulturmanager, sich des Kellergewölbes annehmen werde.

Die unklare Rechtslage und umfangreiche Bauarbeiten in dem verwinkelten Kellergewölbe hatten die Eröffnung aber mehrfach verzögert. Jetzt ist aus dem Raunen eine klare Ansage geworden.

Erste Clubnacht noch im November

Der „Tresor.West“ nimmt am 22. November (Freitag) seinen Betrieb auf. Am Freitag und Samstag (23. November) wird es zwei Clubnächte im Phoenix-Keller geben. Sie sind Teil der Konferenz „Muma – Musik und Maschine“ zur Lage der elektronischen Musik und Nachtkultur im Ruhrgebiet in der Warsteiner Musical Hall.

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Der „Tresor.West“ startet mit einem Soft-Opening ohne großes Zeremoniell. Ab 23 Uhr legen in beiden Nächten 13 Künstler von namhaften Techno-Labels auf (Eintritt jeweils 15 Euro). Die offizielle Eröffnung ist für den 20. Dezember geplant.

Der gebürtige Werler Dimitri Hegemann erfüllt sich einen Traum

Dimitri Hegemann, der aus Werl-Büderich nahe Dortmund stammt, äußerte sich Ende Oktober erstmals öffentlich zu dem Projekt, ohne dabei Dortmund konkret als Ort zu nennen.

In einem Facebook-Post in englischer Sprache spricht er von einem „Traum“, der bald wahr werde. Er habe einen Ort mit Seele gefunden, eine Möglichkeit. Und er sei überzeugt, dass dieser Club internationale Techno-Künstler anziehen werde und für lokale Acts ein Sprungbrett werden könne. Tresor Berlin werde die Entwicklung des Clubs im Westen mit einem Künstler-Programm unterstützen, teilte Hegemann mit.

Dazu veröffentlichte er Bilder vom neuen Gewölbe-Club - und erhielt dafür von Dutzenden Kommentatoren in seinem Netzwerk begeisterte Kommentare.

Tresor gab der Rave-Szene in Berlin eine Heimat

Anfang der 90er-Jahre hatte Hegemann in Berlin den Club Tresor eröffnet und damit der aufkommenden Rave-Bewegung eine Heimat gegeben. Der Ur-Tresor ist 2007 in ein ehemaliges Heizkraftwerk umgezogen.

Seit fast drei Jahrzehnten ist Hegemann als Kulturmanager und Label-Chef (Tresor Records) Beobachter und Einflussnehmer in der internationalen Techno-Szene. Seit einigen Jahren arbeitet er in Detroit in den USA daran, die Clubkultur in einer sehr kreativen, aber auch von vielen Problemen geplagten ehemaligen Industriestadt zu beleben.

Erste Clubnächte bei Konferenz zur Lage der Nachtkultur im Ruhrgebiet

Hegemann ist Schirmherr der „Muma“-Konferenz am 22./23. November, die das nächtliche Ruhrgebiet in den Blick nimmt. Es soll um konkrete Forderungen gehen, um Räume und Infrastruktur, um Sperrzeiten und Vergnügungssteuern und um gute Bedingungen für Start-Ups aus der Nachtkultur, ob Clubs, Hostels oder Labels.

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Die Club-Eröffnung schließt auch einen Bogen um das Großprojekt Phoenixhalle. Der Konzertbetrieb auf Phoenix-West läuft schon seit 2017. Allerdings bis vor kurzem unter rechtlichen Einschränkungen nur bis 22 Uhr. Seit Sommer 2019 ist diese Regelung aufgehoben.

Ab Februar 2020 stehen mindestens zwei Konzerttermine pro Monat im Plan. Unter anderem treten bis Mai Nico Santos, Wanda, Rin, Deine Freunde, Bausa oder Dieter Thomas Kuhn in Dortmund auf.

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