Tag der Arbeit

Trotz Corona: Viele Menschen wollen am 1. Mai in Dortmund demonstrieren

Der 1. Mai ist traditionell ein Tag für Kundgebungen und Demonstrationen. Daran ändert in Dortmund auch die aktuelle Corona-Lage nichts. 15 Veranstaltungen sind angemeldet – auch größere.
Start der DGB-Mai-Kundgebung auf der Hansastraße. © Archiv

In Dortmund werden am 1. Mai Kundgebungen und Demonstrationen stattfinden – ungeachtet steigender Corona-Fallzahlen. Stand Freitagnachmittag (30.4.) waren 15 Veranstaltungen im Zeitraum zwischen 10.30 Uhr und 19 Uhr zum Tag der Arbeit angemeldet. Weitere Versammlungen könnten hinzukommen, wie die Polizei mitteilte, denn mit weiteren Anmeldern führe die Polizei noch sogenannte Kooperationsgespräche.

Die wohl größte Veranstaltung mit bis zu 300 Teilnehmern findet auf dem Friedensplatz statt. Hier hat der Deutsche Gewerkschaftsbund zu einer traditionellen Mai-Kundgebung aufgerufen, die in diesem Jahr als stationäre Veranstaltung stattfindet und nicht wie in der Vergangenheit mit verschiedenen Sternmärschen im gesamten Stadtgebiet.

Ein Schwerpunkt in Unterdorstfeld

Drei Versammlungen wurden laut Polizei für Dorstfeld angemeldet. Der Protest richtet sich nach Informationen dieser Redaktion gegen die durch Neonazis beabsichtigte Beschreibung Unterdorstfelds als „Nazi-Kiez“.

Die Neonazis selbst haben dort keine Veranstaltung angemeldet. Doch kann es sein, dass sich Aktivisten aus dem Umfeld der Partei Die Rechte dort versammeln, um zu einer Demonstration nach Essen weiterzureisen. Die Polizei kündigte mögliche Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs an.

Infektionsschutz als Voraussetzung

Noch am Freitagmittag berieten die Verantwortlichen bei Stadt und Polizei darüber, ob die Veranstaltungen genehmigt werden können. Ein wichtiger Punkt ist in diesen Tagen der Infektionsschutz. Die Sieben-Tage-Inzidenz mit Blick auf die aktuellen Corona-Infektionen ist am Freitag über die 200er-Marke geklettert.

Daher gebe die Polizei dem Infektionsschutz „einen besonderen Stellenwert“, heißt es in einer Mitteilung. Demnach müssen die Versammlungsteilnehmer die Auflagen der Stadt Dortmund beachten und einen Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten. Bei größeren Veranstaltungen gelten zwei Meter.

„Auch das Tragen von Masken ist eine Pflicht“, heißt es in der Mitteilung. Grundsätzlich ist die Zahl der Teilnehmer begrenzt. Die angemeldete Zahl an Teilnehmern sollte nicht überschritten werden.

Polizei und Ordnungsamt sind bei den Veranstaltungen präsent. „Die Einsatzkräfte der Polizei und des kommunalen Ordnungsdienstes werden bei Verstößen auf die Pflichten hinweisen und Verstöße auch ahnden“, so die Pressemitteilung.

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