Trotz Dreckpetze-App: Grünstreifen zwischen Bolzplatz und Radweg verkommt zur Müllkippe

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Bereits seit Juli 2019 soll der Grünstreifen als illegale Müllkippe genutzt werden. Trotz Meldung bei der Dreckpetze-App tut sich nichts. Spaziergänger und Anwohner sind wütend.

Marten

, 10.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mitte Juli 2019 wurde der Dreckpetze-App erstmals „illegaler Müll“ auf dem Spazierweg hinter dem Bolzplatz gemeldet. Anfang dieses Jahres kam eine Meldung hinzu, die auf Altkleider-Säcke auf dem angrenzenden Spielplatz hinweist.

Ein Teil des gemeldeten Mülls ist inzwischen entfernt worden. Allerdings dient der Grünstreifen zwischen Bolzplatz und Spazierweg an der Straße „Froschlake“ in Marten offenbar weiterhin als illegale Müllkippe.

Ein altes Sofa, ein Waschbecken, mehrere Glasflaschen und weiterer Unrat liegen am Bolzplatz-Zaun. „Das Sofa und diverse Sachen liegen dort schon eine gefühlte Ewigkeit“, schreibt ein Facebook-User dazu.

„Niemand fühlt sich verantwortlich“

Laut einer Facebook-Userin soll das Sofa bereits seit Juli auf dem Grünstreifen liegen. Mehrfach seien das Sofa und der umliegende Müll der Dreckpetze-App der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) gemeldet worden.

Zudem schreiben einige Nutzer – teils Anwohner oder Spaziergänger – dass auch die Stadt und die Emschergenossenschaft, die für den nahegelegenen Schmechtingsbach zuständig sind, informiert seien.

Trotz Dreckpetze-App: Grünstreifen zwischen Bolzplatz und Radweg verkommt zur Müllkippe

Ein altes Waschbecken, mehrere Glasflaschen und weiterer Unrat sammeln sich am Rand des Spazierweges an der Froschlake. © Carolin West

„Niemand fühlt sich verantwortlich [...] traurig sowas“, schreibt ein User. Offenbar herrsche Uneinigkeit zwischen Stadt Dortmund, EDG und Emschergenossenschaft, wer für die Reinigung dieses Bereichs zuständig ist.

Eigentümer rührt sich nicht

Verantwortlich ist jedoch offenbar keiner von ihnen. Die Meldung sei der EDG zwar durchaus bekannt, so EDG-Pressesprecher Matthias Kienitz. „Aber die Ablagerungen befinden sich auf einer Privatfläche und nicht auf einer öffentlichen Fläche“, erklärt er.

Somit sei eine unmittelbare Beseitigung des Mülls durch Mitarbeiter der EDG nur möglich, wenn das Entsorgungsunternehmen einen Auftrag des Eigentümers der Fläche erhält.

Derzeit liege allerdings kein derartiger Auftrag vor. Aufgrund des Umzugs des EDG-Kundenservices gebe es aktuell keine Informationen, ob bereits Kontakt zum Eigentümer besteht.

„In der Regel geben wir die Meldungen direkt nach Eingang immer an den Eigentümer weiter, wenn wir nicht tätig werden können, weil es keine öffentliche Fläche ist“, sagt Matthias Kienitz.

EDG hat keinen Einfluss auf Müll-Beseitigung

„Zieht es auf den Bürgersteig, dann muss es geholt werden“, schlägt ein Facebook-User als Antwort auf die Unmutsbekundungen über die Dreckpetze App unter dem Facebook-Post vor.

Eine richtige Lösung scheint es allerdings nicht zu geben. „Der Eigentümer kann den Müll selbst beseitigen oder uns einen Auftrag erteilen“, sagt Matthias Kienitz. Mehr könne die EDG an der Stelle nicht tun.

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