TÜV-Nord steigt nur alle 15 Jahre in den Kugelgasbehälter

Außergewöhnliche Kontrolle

DORTMUND Die Kontrolle des Kugelgasbehälters in Lindenhorst ist für die TÜV-Experten etwas besonderes: Nur alle 15 Jahre steigen sie hinein um ihn zu überprüfen.

von Von Jonas Mueller-Töwe

, 03.07.2009, 06:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
TÜV-Nord steigt nur alle 15 Jahre in den Kugelgasbehälter

In Behälternähe ist Vorsicht geboten.

Am Fuße der fahrbaren Leiter, die der Rundung bis zur Kugeldecke folgt, betrachtet Sachverständiger Frank Holthoff den Bildschirm des Ultraschall-Geräts, mit dem er die Schweißnähte der Kugel überprüft. Zwei Mitarbeiter sind etwa zwölf Tage damit beschäftigt, die insgesamt 2100 Meter langen Schnittstellen zwischen den einzelnen Stahlplatten zu prüfen. Zunächst wird dazu die Behälterwand magnetisiert und mit fluoreszierenden Eisenspänen besprüht. An schadhaften Stellen konzentrieren sie sich – dort durchleuchten die Sachverständigen die 36 bis 80 Millimeter dicke Stahlwand mit dem Ultraschall-Gerät.

In diesem Jahr können sie Entwarnung geben: „Die drucktragende Hülle ist zu 100 Prozent fehlerfrei“, sagt Holthoff. Alles andere wäre für den 1971 gebauten Behälter auch nahezu fatal. Das Material wird heute nicht mehr hergestellt; Firmen, die es verarbeiten, gibt es erst recht nicht mehr. Die Prüfer zeigen sich aber zuversichtlich, dass die Kugel auch die kommenden Jahre überstehen wird. Angelegt wurde der Behälter für eine Betriebszeit von etwa 60 Jahren.  

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