TV Brechten: Jugendleiter hat einen besonderen Wunsch an die Eltern

hzFußball in Brechten

Beim TV Brechten rollt wieder der Ball - zumindest im Training. Jugendleiter Marc Neubauer findet, dass die Kinder die Corona-Hygieneregeln gut einhalten - hat aber auch einen Kritikpunkt.

Brechten

, 25.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch die Fußballabteilung des TV Brechten hat Mitte des Monats ihren Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Der Meisterschaftsbetrieb ruht bekanntlich immer noch. Laut Jugendleiter Marc Neubauer laufe das bisher gut.

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Im Großen und Ganzen halten sich die Teams an den Hygieneplan. Dazu gehören beispielsweise Maske auf allen Wegen außerhalb des Spielfelds, Hände waschen, Einbahnstraßenverkehr mit getrennten Ein- und Ausgängen und Training mit maximal 30 Kickern gleichzeitig.

Corona: Sorgloses Verhalten außerhalb der Anlage

Was er dagegen nicht nachvollziehen könne, sei, dass Kinder und Eltern außerhalb des Platzes in Gruppen ohne jeden Schutz zusammenstehen und zum Beispiel die Maske erst im allerletzten Moment aufsetzen, bevor sie das Vereinsgelände betreten.

Der TV Brechten hat die Corona-Pause für umfangreiche Renovierungen genutzt. Neu sind unter anderem der Terrassenbereich und ein Besprechungsraum

Der TV Brechten hat die Corona-Pause für umfangreiche Renovierungen genutzt. Neu sind unter anderem der Terrassenbereich und ein Besprechungsraum (Foto). © Andreas Schröter

Marc Neubauer ist seit 2014 Jugendleiter. Wie viele andere Trainer und Helfer kam er zum Verein, weil sein Sohn dort kickte und immer noch spielt. Doch schon kurze Zeit nach seinem Einstieg habe er wieder das Handtuch werfen wollen, sagt er heute.

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Die Arbeit sei einfach zu viel geworden, zumal er sich auch noch um den privaten Hausbau kümmern musste, bei dem nicht alles glatt lief. Gottseidank sei 2015 mit Christian Eckle ein zweiter Mann hinzugekommen, der ihm viel Arbeit abgenommen habe. Und in diesem Jahr hat Thorsten Heimann das Duo zum Trio werden lassen.

Probleme gezielter ansprechen

Marc Neubauer führt den Aufschwung, den der Verein in den vergangenen Jahren genommen hat, auf den Kunstrasen zurück, der seit fünf Jahren liegt, aber eben auch auf die gute Jugendarbeit.

Weil die Arbeit nun auf drei Schultern laste, habe der Einzelne viel mehr Zeit, sich gezielter um mögliche Probleme innerhalb der einzelnen Mannschaften zu kümmern.

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Gab es 2014 sieben Jugendmannschaften, sind es heute doppelt so viele. Der TV Brechten sei der einzige Verein im Dortmunder Norden, der tatsächlich in allen Altersklassen Teams stellen könne.

Auch der Thekenbereich für die Außengastronomie ist neu - hier mit Vereinsmitglied Eddie

Auch der Thekenbereich für die Außengastronomie ist neu - hier mit Vereinsmitglied Eddie. © Andreas Schröter

Einen Kritikpunkt hat Marc Neubauer aber dennoch auf dem Herzen: das fehlende Engagement der Eltern. Heute herrsche bei ihnen oft eine Art Dienstleistungsdenken: Man gibt das Kind am Eingang zum Vereinsgelände ab, zahlt seinen Monatsbeitrag und hat dann nichts mehr damit zu tun. Das sei in früheren Zeiten noch deutlich anders gewesen. Er wünsche sich beispielsweise, dass noch mehr Väter oder Mütter bereit wären, mal ein Training zu leiten. Dann könne man verstärkt in kleineren Gruppen trainieren. Der Verein kümmere sich um die notwendige Qualifizierung.

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Ein anderes Beispiel sei die fehlende Disziplin mancher Kinder, und die müsse auch von den Eltern beigebracht werden: Wenn man nicht zum Training kommen könne, melde man sich ab. Wenn man komme, dann sei man pünktlich da.

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